Umstritten: Fleisch-Verzicht fürs Klima

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Berlin - Um das Klima und ihre Gesundheit zu schützen, sollten die Deutschen weniger Fleisch essen: Mit dieser Forderung eckt Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) an. „Landwirtschaft und Klimaschutz dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden“, sagte Agrarminister Christian Schmidt (CSU) der Bild-Zeitung.

Unterstützung kam dagegen von den Grünen. Deren Fraktionschef im Bundestag, Anton Hofreiter, sagte der Passauer Neuen Presse: „Es gibt mehr als einen guten Grund, in Zukunft nicht mehr auf massenhafte Fleischproduktion in Deutschland zu setzen.“ Verbraucher müssten gutes Fleisch von Ramschware unterscheiden können, dafür brauche es eine Kennzeichnungspflicht.

In einem zwischen Umwelt- und Wirtschaftsministerium abgestimmten Entwurf eines Klimaschutzplans 2050 heißt es: Für den Klimaschutz entscheidend sei vor allem der Abbau der Wiederkäuerbestände. Mittel- bis längerfristig müsse sich die Nachfrage nach tierischen Produkten reduzieren, bis 2050 solle ein Fleischkonsum entsprechend der Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) angestrebt werden. Dies helfe auch, ernährungsbedingte Krankheitsrisiken zu mindern.

Die DGE empfiehlt, nicht mehr als 300 bis 600 Gramm Fleisch und Wurst pro Woche zu essen. Nach Angaben des Bundesverbands der Deutschen Fleischwarenindustrie isst jeder Deutsche im Schnitt gut 60 Kilogramm Fleisch im Jahr – das ist mehr als ein Kilogramm pro Woche.

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