Entlassmanagement

Klinikärzte dürfen für sieben Tage verordnen

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Berlin -

Krankenhausärzte können im Rahmen des Entlassmanagements Arzneimittel für den Bedarf von sieben Tagen verordnen. Das hat jetzt das Bundesschiedsamt entschieden. Der GKV-Spitzenverband begrüßt diese Klarstellung: „Damit werden Patienten künftig nach einem Krankenhausaufenthalt lückenloser und damit auch besser versorgt.“

Die Schiedsstelle musste über die bundesweiten Rahmenvorgaben für das Entlassmanagement entscheiden, nachdem sich Vertreter von Ärzten, Krankenhäusern und Krankenkassen am Verhandlungstisch nicht einigen konnten. Umstritten war neben formalen Fragen auch die „Reichweite“ – welche Patienten ein Entlassrezept erhalten sollen. Klären musste den Streit das Bundesschiedsamt für die vertragsärztliche Versorgung. Hier hat Rechtsanwalt Werner Nicolay den Vorsitz.

Entlassrezepte sollten eigentlich laut dem GKV-Versorgungsstärkungsgesetz (GKV-VSG) schon seit Jahresbeginn ausgestellt werden. Zur Umsetzung notwendig ist aber ein Rahmenvertrag, auf den sich der GKV-Spitzenverband, die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und die Kassenärztliche Bundesvereingung (KBV) jedoch nicht einigen konnten.

Jetzt hat die Schiedsstelle entschieden: Ab Sommer 2017 arbeiten die Krankenhäuser laut GKV-Spitzenverband bei der Entlassung von Patienten jetzt nach klar geregelten Verantwortlichkeiten und nach verbindlichen Standards. Je nach individuellen Erfordernissen soll für Patienten, die aus der voll- oder teilstationären Behandlung eines Krankenhauses entlassen werden, die Anschlussversorgung verlässlicher sichergestellt werden. Nach Angaben des GKV-Spitzenverbandes gilt der Schiedsspruch ab 1. Juli 2017.

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