Entlassmanagement: Kein Platz für Apotheker

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Berlin - In der Modellregion Uecker-Randow wollen Ärzte in der ambulanten und stationären Versorgung künftig besser zusammenarbeiten, um die Patientenversorgung in dünn besiedelten ländlichen Räumen zu verbessern. Obwohl an der Schnittstelle das Arzneimittelmanagement eine wichtige Rolle spielt, sind Apotheker der Regionen nicht eingebunden.

Im Mittelpunkt der neuen Kooperation steht nach Angaben der Partner die Vernetzung und Koordination von ambulanten und stationären Versorgungsleistungen. An dem Projekt sind das Ärztenetzwerk HaffNet, die Kassenärztliche Vereinigung (KVMV) und die Ameos-Krankenhausgesellschaft Vorpommern beteiligt. Mit dabei ist auch die AOK Nordost.

Einmal mehr sind Apotheker an einem Versorgungsprojekt, das unter anderem Arzneimittelmanagement umfasst, nicht beteiligt. Dabei stellt es beim Wechsel zwischen Klinik und Praxis eine der größten Herausforderung dar. Seitens der AOK Nordost hieß es auf Anfrage lapidar: „Das HaffNet hat im Rahmen des Vertrages 'Mein AOK-Gesundheitsnetz' bereits eine Kooperation mit einer ortsansässigen Apotheke.“ Damit ist die Frage der Beteiligung von Apothekern am Projekt für die größte Kasse der Region offenbar erledigt.

Mit dem Projekt soll nicht nur die bedarfsgerechte wohnortnahe und qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung aufrecht erhalten beziehungsweise verbessert werden. Zudem sollen Versorgungsdefizite wie Doppel- oder Fehluntersuchungen und Probleme bei der Medikation etwa nach Krankenhausentlassungen vermieden werden.

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