Klinikapotheker kontrollieren Arztverordnungen

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Berlin -

In den Hamburger Asklepios Klinken prüfen Apotheker die Verschreibungen der Ärzte. Auf diese Weise sollen unerwünschte Neben- und Wechselwirkungen reduziert werden. Das Konzept der „Patientenorientierten Arzneimittel-Versorgung“ (PAV) ist laut Konzern ein Erfolg. Ein Konkurrenzdenken zwischen den Heilberufen gebe es nicht.

In sechs der sieben Asklepios-Kliniken in Hamburg überprüfen insgesamt etwa 20 Apotheker die Verordnungen der Ärzte. Wenn nötig, passen sie Dosierungen an oder wählen bessere Präparate aus. Täglich kontrollieren die Apotheker Verordnungen von bis zu 3500 Patienten. Besonders wichtig sei diese Leistung für Patienten mit einer Nieren- oder Lebererkrankung, die Medikamente im Körper anders abbauen, erklärt der medizinische Sprecher der Kliniken, Dr. Franz Jürgen Schell.

Für die beteiligten Berufsgruppen – Ärzte und Apotheker – sei die Überprüfung eine „kollegiale Sache“, sagt Schell. Kontrolliert fühlten sich die Mediziner nicht. „Stattdessen gibt es den Ärzten bei ihren Verschreibungen mehr Sicherheit.“

Bereits in den 1990er Jahren gab es erste Vorläufer dieser Kontrollen; vor gut zwei Jahren wurde das PAV-Konzept weiter ausgebaut. Denn interne Studien hätten gezeigt, wie relevant die Arbeit der Klinikapotheker sei, sagt Schell. Die Erhebung hat ergeben, dass zwischen 15 und 20 Prozent der ärztlichen Anordnungen nach der Überprüfung durch den Apotheker hinterfragt oder in Abstimmung mit den Ärzten angepasst oder verändert wurden.

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