Arzneimittelinformation per Knopfdruck

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Berlin - Die Bundesregierung will die Kliniklandschaft ausdünnen. Das könnte auch zulasten der Krankenhausapotheken gehen, wo der Trend zu immer größeren Einheiten geht. Die Abteilung für Arzneimittelinformation (AMINFO) an den Kliniken der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) macht ihr Wissen deshalb auch anderen Krankenhausapotheken zugänglich. Um die Therapieergebnisse zu verbessern, fordert deren Gründerin mehr Personal in ihrem Bereich.

Dr. Cornelia Vetter-Kerkhoff hat die Abteilung aufgebaut. Heute wird sie von ihr und Dr. Dorothea Strobach geleitet. Sie beraten Ärzte und Pfleger bei komplexen pharmazeutischen Fragen nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft. Für ihre Arbeit wurden die Klinikpharmazeutin ausgezeichnet. Für ihre Arbeit wurde die Klinikpharmazeutin ausgezeichnet.

Vetter-Kerkhoff engagiert sich im Bundesverband Deutscher Krankenhausapotheker (ADKA), veranstaltet einen Kongress für Arzneimittelinformation und macht mit der ADKA-Arzneimitteldatenbank das Wissen der Klinikapotheken auch medizinischem Personal außerhalb ihres Hauses zugänglich. Jedes Jahr beantworten Vetter-Kerkhoff und ihre klinisch geschulten Kollegen mehrere tausend komplexe Fragestellungen zur Arzneimitteltherapie – mündlich oder schriftlich.

Die Abteilung wurde 1992 gegründet, um Ärzten bei Zweifeln in Pharmafragen schnell verlässliche Informationen zur Verfügung zu stellen. Untersuchungen zur Umsetzung der evidenzbasierten Medizin im klinischen Alltag hätten laut Vetter-Kerkhoff gezeigt, dass der Arzt von zehn klinischen Fragen im Alltag nur vier recherchiert und für drei eine Antwort findet.

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