Versorgungsstärkungsgesetz

Gröhes Entlassrezept

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Berlin -

Krankenhäuser sollen im Rahmen des Entlassmanagements ein eingeschränktes Verordnungsrecht erhalten. Das geht aus dem noch unabgestimmten Entwurf zum Versorgungsstärkungsgesetz hervor. Die Krankenhausärzte sollen demnach die Möglichkeit haben, „zur Sicherstellung einer durchgehenden Versorgung mit Arzneimitteln im Rahmen der Entlassung für den Patienten die jeweils kleinste Packung nach der Packungsgrößenverordnung zu verordnen“. Allerdings könnte es auch neue Konzepte der Zuweisung geben.

Die Kliniken sollen auch weiterhin Arzneimittel für bis zu drei Tage mitgeben dürfen, damit Patienten, die vor dem Wochenende oder einem Feiertag entlassen werden, diese Zeit überbrücken können. Leistungen wie häusliche Krankenpflege und Heilmittelversorgung sollen die Krankenhausärzte für maximal sieben Tage verordnen dürfen.

Dabei sollen die Krankenhäuser den Vertragsärzten gleichgestellt werden. Das bedeutet, dass sie den gleichen leistunsrechtlichen Vorgaben und Wirtschaftlichkeitsbestimmungen unterliegen sollen, die auch für niedergelassene Ärzte gelten.

Trotz der erweiterten Kompetenzen der Krankenhäuser soll es grundsätzlich die Aufgabe der Vertragsärzte bleiben, die ambulante Versorgung der Versicherten nach einer Krankenhausbehandlung sicherzustellen. „Um eine lückenlose Anschlussbehandlung zu gewährleisten, kann das Krankenhaus Aufgaben des Entlassmanagements daher auch auf einen weiterbehandelnden Vertragsarzt übertragen“, heißt es in dem Entwurf.


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