Doxycyclin: Da waren's nur noch 2

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Berlin -

Bei Doxycyclin herrscht im Rabattvertragsmarkt eine sehr hohe Marktverengung. Lediglich zwei Konzerne stellen nahezu die gesamte Versorgung sicher. Darauf weist der Branchenverband Pro Generika hin.

Eine aktuelle Analyse von Insight Health zeigt laut Pro Generika, dass bei vielen Antibiotika im Rabattvertragsmarkt eine sehr hohe Marktverengung besteht und nur noch wenige Unternehmen die Versorgung sicherstellen. Ein Beispiel sei Doxycyclin. Hier deckten Aliud/Stada und 1A/Hexal 99,6 Prozent der Rabattvertragsverordnungen ab. Vergleicht man diese mit dem Marktanteil, für den keine Rabattverträge bestehen, zeigt sich ein eklatanter Unterschied: Im Nicht-Rabattvertragsmarkt stellen sieben Unternehmensgruppen die Versorgung sicher.

„Gerade bei versorgungskritischen Arzneimitteln nehmen Krankenkassen mit ihrer Rabattvertragspolitik eine starke Marktverengung in Kauf und gehen damit das hohe Risiko von Lieferengpässen ein“, kommentiert Pro Generika. „Denn wenn die Versorgung von nur zwei Anbietern abhängig ist, kann es häufiger zu Liefer- und Versorgungsengpässen kommen.“

Daher gelte es, den Fokus bei versorgungskritischen Arzneimitteln auf die Versorgungssicherheit und nicht nur auf den niedrigsten Preis zu richten. „Die Mehrfachvergabe ist ein einfacher Weg für die Krankenkassen, einer Marktverengung entgegenzuwirken und die Versorgungssicherheit zu erhöhen.“ Doxycyclin wird unter anderem zur Behandlung von Atemwegserkrankungen und Borreliose sowie bei seltenen Infektionen, wie Pest und Milzbrand, eingesetzt.

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