Alkeran ist wieder verfügbar

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Berlin - Das Krebsmedikament Alkeran (Melphalan) ist ab sofort wieder in größerem Umfang für den deutschen Markt verfügbar. Das teilt Hersteller Aspen mit. Das Präparat war seit dem 16. April nicht lieferbar gewesen und deshalb nur kontingentiert abgegeben worden. Dies ist nun nicht mehr nötig. Es bleibt jedoch zunächst eine Bestellobergrenze bestehen.

Aspen kann eine neue Charge des Krebsmedikaments in den Markt bringen, teilt der Hersteller mit. Grund für den bisherigen Lieferengpass war eine vorübergehende Einstellung der Produktion beim Auftragshersteller GSK in Parma/Italien, nachdem Unstimmigkeiten in der Dokumentation von Messwerten festgestellt worden waren. Nach Angaben von GSK ist die Produktion inzwischen wieder angelaufen. Ein genaues Datum für die uneingeschränkte Lieferfähigkeit sei jedoch noch nicht mitgeteilt worden. Aspen beschränkt daher die Abgabe Alkeran zunächst auf Bestellmengen, die für aktuelle Therapien benötigt werden.

Bereits 2014 und 2015 war Alkeran nach Aussage der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) zeitweise nicht lieferbar gewesen. Im vergangenen Jahr war die Trockensubstanz mit 50 mg zur Herstellung von Infusionslösungen wochenlang defekt. Auch damals sei der Grund eine Verzögerung bei der Freigabe von Produktionschargen in der weltweit einzigen Produktionsstätte in Italien gewesen. Die Tabletten waren zwar verfügbar, konnten aber wegen der geringeren Dosierung von 2 mg nicht weiterverarbeitet werden.

Das Präparat wird vor allem in der Behandlung von Leukämien und Lymphomen zur Vorbereitung auf Stammzelltransplantationen eingesetzt. Es ist in dieser Indikation – insbesondere in seinem Haupteinsatzgebiet, der Hochdosistherapie von Patienten mit Multiplem Myelom – nicht durch andere Substanzen zu ersetzen.

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