Der „ideelle Wert“: Apotheken werden 12 Prozent teurer

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Berlin - Die Schere zwischen gut laufenden Apotheken in bester Lage und kleinen Offizinen in schwieriger Gesamtsituation geht immer weiter auseinander. Darauf deuten die Ergebnisse der Studie „Apothekengründung 2018“ der Apobank hin. Im Durchschnitt haben Gründer vergangenes Jahr 12 Prozent mehr investiert als 2017 – und sind zwei Jahre jünger als in den vorangegangenen Jahren.

458.000 Euro hat eine Apotheke im Jahr 2018 durchschnittlich gekostet, das sind 73.000 Euro mehr als noch im Vorjahr. Dabei sind die höheren Gesamtinvestitionen vor allem auf einen starken Anstieg beim „ideellen Wert“ zurückzuführen, der sich unter anderem aus der Kundenstruktur, dem bisherigen Umsatz und dem Standort der Apotheke zusammensetzt. Während er um 23 Prozent stieg, stagnierte der materielle Wert, also die Summe der Kosten für Einrichtung, IT-Ausstattung und Warenlager. Letzteres kostete 2018 im Durchschnitt 108.000 Euro, im Vorjahr waren es noch 114.000. Auch bei den sonstigen Investitionen ist ein leichter Rückgang von 37.000 auf 32.000 Euro zu verzeichnen. Der Standort wird also immer wichtiger.

Die gesamten Gründungskosten – also ideeller und materieller Wert sowie Warenlager und sonstige Investitionen zusammen – lagen im Durchschnitt bei 598.000 Euro, 12 Prozent mehr als die 536.000 Euro aus dem Vorjahr. Dabei zeigt sich: Der Markt bleibt gespalten. Zwar hat jede vierte Apotheke einen Kaufpreis von mehr als 600.000 Euro erzielt, mit 23 Prozent der verkauften Offizinen hat aber ein fast genauso großer Anteil weniger als 150.000 Euro gekostet.

„Auf der einen Seite steigt der Anteil der sehr gut laufenden Apotheken, für die auch die Existenzgründer bereit sind, hohe, teils siebenstellige Kaufpreise zu bezahlen. Auf der anderen Seite stehen zahlreiche kleine Apotheken zum Verkauf, für die nur geringe Preise gezahlt werden“, erklärt Daniel Zehnich, Leiter des Bereichs Gesundheitsmärkte und Gesundheitspolitik bei der Apobank. „Tatsächlich ist es ein schmaler Grat zwischen den Apotheken, für die nur ein kleiner oder gar symbolischer Preis gezahlt wird und denen, die mangels Nachfolger schließen und vom Markt verschwinden.“ Diese Entwicklung beobachte man bei der Apobank schon seit längerem.

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