CDU-Vize Breher offen für Doppelspitze

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Berlin - Die stellvertretende CDU-Vorsitzende Silvia Breher kann sich eine Doppelspitze in ihrer Partei vorstellen. „Ich stehe dem grundsätzlich offen gegenüber“, sagte Breher der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Sie sehe dafür derzeit zwar keine Mehrheit. Die Frage müsse man aber diskutieren. Sie selbst steht für Führungsämter in der CDU bereit. „Ich möchte mich gerne weiter einbringen und die Modernisierung der CDU aktiv mitgestalten“, sagte die 48-Jährige. Doppelspitzen haben aktuell die SPD, die Grünen, die AfD und die Linke.

In einem Interview des Nachrichtenportals „t-online“ machte Breher aber deutlich, dass sie nicht für den Parteivorsitz zur Verfügung steht. Das stehe für sie „aktuell nicht zur Diskussion“. Der Grund sei, dass ihre Kinder auch „mindestens ein Recht“ auf Zeit mit ihr als Mutter hätten.

Breher kritisierte mangelnde Aufstiegsmöglichkeiten für Frauen in ihrer Partei. „Wir hatten über Jahre oft Frauen in Spitzenpositionen, die eher keine Kinder hatten. Ursula von der Leyen war eine Ausnahme. Aber viele Frauen in der Partei haben komplett auf ihre Karriere gesetzt. Und es darf doch einfach nicht sein, dass man sich innerhalb der Partei entscheiden muss, ob man jetzt Karriere oder Kinder will.“ Und das sei „teilweise auch das Problem der CDU.“

Für sie sei aber nicht entscheidend, „ob wir am Ende einen Mann oder eine Frau an der Spitze haben, sondern dass wir endlich zum Team-Gedanken zurückfinden“, sagte Breher weiter der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Es gehe um ein Team, dass die Strömungen der Partei widerspiegele und in dem auch Frauen vertreten seien. Inhaltlich müsse die Partei „wieder zu klaren Positionen finden, die über Formelkompromisse hinausgehen“. Sollte die Union in der Opposition sein, werde es einfacher sein, Unterschiede aufzuzeigen.

Eine mögliche Mitgliederbefragung für das Amt des Parteichefs sieht Breher skeptisch. „Ein Mitgliederentscheid ist nicht allein der große Heilsbringer. Das zeigt sich an der SPD, die damit zweifelhafte Erfahrungen gemacht hat“, sagte die CDU-Vizechefin „t-online“.

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