BMG: Apotheker müssen sich beeilen

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Festhalten will das BMG laut Ludewig beim E-Rezept am Wettbewerbskonzept: „Wir haben keine Sorge, dass ein Flickenteppich entsteht.“ Man habe vielmehr bewußt den Rahmen geöffnet für unterschiedliche Modellprojekte. Ausdrücklich begrüßte der BMG-Abteilungsleiter dabei das E-Rezept-Modellprojekt Gerda der Apothekerkammer Baden-Württemberg. „Ich freue mich über verschiedene Projekte.“ Es werde aber kein „Deutschlandrezept“ geben, stellte Ludewig klar.

Das sahen die ABDA-Vertreter in der Diskussion anders: Dr. Günther Hanke, Präsident der Apothekerkammer Baden-Württemberg, entgegnete: „Es kann nicht sein, dass es verschiede Apps mit einem roten Apotheken A gibt.“ Man müsse die verschiedenen Ansätze zu einer einheitlichen, patientenfreundlichen App zusammenführen.

Peter Froese, Leiter der AG Digitalisierung der ABDA, sagte: „Wir brauchen eine Lösung, die das menschlich und verständlich an die Leute bringt.“ Man müsse mit dem E-Rezept ein „neutrales Angebot“ schaffen, auf das Dritte keinen Einfluss hätten. Darauf aufbauend könne ein „Innovationsmarktplatz“ errichtet werden. Die ABDA lobbyiert für einen gesetzlichen Auftrag zur monopolartigen Umsetzung des E-Rezepts mit angeschlossener Plattform, die anderen dann für Anwendungen offen stehen soll.

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