Ausschreibung

BfArM: Cannabis-Zuschlag an Berliner Start-up

, Uhr

Für die Aurora-Produktion wird nun eine Anlage im Industriegebiet Leuna in Sachsen-Anhalt gebaut, Aphria wiederum errichtet im schleswig-holsteinischen Neumünster eine über 6000 Quadratmeter große Indoor-Produktionsanlage. Hinter 24 Zentimeter dickem Stahlbeton wächst dort die Cannabiszucht bei konstant 23 Grad Celsius und maximal 55 Prozent Luftfeuchtigkeit – aber ohne dabei ein einziges mal die Sonne zu sehen. Nur zehn bis elf Wochen soll die Aufzucht einer Pflanze dadurch dauern.

Wegen möglicher genetischer Veränderungen der Pflanzen und strenger Vorgaben des Bundesamts muss Aphria künftig jede Charge überprüfen. Der Gehalt der Wirkstoffe Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD) darf nämlich nur um bis zu zehn Prozent schwanken. Ebenfalls Teil der BfArM-Auflagen sind höchste Sicherheitsstandards. Um und auch unter der Anlage registrieren Detektoren und Sensoren, wenn sich Unbefugte nähern. Im komplett kameraüberwachten Innenraum zählt das Vier-Augen-Prinzip: Keiner der Mitarbeiter darf sich allein in einem der Räume aufhalten.

Ebenfalls hohen Sicherheitsvorkehrungen unterliegt der Aphria-Stan dort im nahen Bad Bramstedt im kreis Segeberg: Dort entsteht ein Tresor, in dem importiertes Cannabis aus Kanada gelagert werden soll. Das wird auch weiterhin nötig sein, denn Experten sind sich einig, dass die ausgeschriebene Cannabis-Menge nicht ausreicht, um den deutschen Markt abzudecken. Der Import wird also so bald nicht aufhören.

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

Mehr zum Thema
Orales Budesonid gegen Proteinurie
Kinpeygo: Erstes Orphan Drug für Stada »
GKV: Großhandel soll Tamoxifen bündeln
Tamoxifen: Dreifache Zuzahlung bei Stückelung »
Mehr aus Ressort
Erhöhter Beratungsbedarf bei Biosimilars
Abda: Kein Austausch ohne Zusatzhonorar »
Lauterbach will vorsorgen
G7 schließen Pandemiepakt »

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Umlautprobleme und Botendienstsorge
E-Rezept: Vor- und Nachteile in der Praxis»
Ärzt:innen warnen vor Zwangseinführung
KV Hessen: Resolution gegen das E-Rezept»
Neues Angebot für die Schweiz
Weleda will Rezepturen herstellen»
Dynamischer Energiekostenbeitrag
Sanacorp: Gebühr je nach Dieselpreis»
Umbruch beim Großhändler
AEP: Die zweite Reihe geht»
ApoRetrO – der satirische Wochenrückblick
Großhandelskonditionen auf einen Blick»
Pharmazeutische Dienstleistungen
PharmDL: Warten auf den Schiedsspruch»
Auf antibakterielle Wirkstoffe besser verzichten
Hautcremes können dem Mikrobiom schaden»
Erste Leitlinie für Diagnose & Behandlung
Vitiligo: Wenn der Haut die Pigmente fehlen»