Apotheker „dürfen“ handschriftlich ergänzen

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Auf Wunsch des Patienten muss die Apotheke bei Abgabe eines Arzneimittels den Plan bereits heute aktualisieren, wenn die Medikation von der auf dem Plan abweicht. Solange die Apothekensoftware noch nicht in der Lage ist, die Pläne einzulesen und aktualisiert auszugeben, dürfen Apotheker Änderungen handschriftlich vornehmen, etwa bei Rabattarzneimitteln. In diesem Fall entscheidet der Arzt darüber, ob die Übernahme dieser Änderungen durch ihn notwendig ist.

Neue Einträge sollen Apotheken nicht im ausgedruckten Medikationsplan vorgenommen werden, sondern auf einer gesonderten Seite. Dann muss deutlich gemacht werden, dass es sich um die zweite, dritte oder vierte Seite des vorhandenen Plans handelt. Ohnehin haben sich die Partner darauf verständigt, dass handschriftliche Aktualisierungen „auf das notwendigste reduziert bleiben und in deutlich lesbarer Form erfolgen“. Rezepturen sollen durch geeignete Beschreibungen aufgenommen werden. Eine Auflistung aller Bestandteile ist nicht nötig und sollte aufgrund der besseren Lesbarkeit nicht erfolgen.

Werden statt handschriftlicher Hinweise vorgefertigte Aufkleber verwendet, dürfen diese keine Elemente mit werbendem Charakter haben, etwa die Firmenlogos von Herstellern. Wird dem Versicherten ein neuer Plan ausgehändigt, soll der alte vernichtet oder als ungültig gekennzeichnet werden.

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