Vaxzevria: Kontraindiziert bei früherem Kapillarlecksyndrom

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Berlin - Bereits in der vergangenen Woche hatte die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) bekanntgegeben, dass das Corona-Vakzin Vaxzevria von AstraZeneca nicht bei Patienten verwendet werden soll, die bereits ein Kapillarlecksyndrom (CLS) erlitten haben. Nun folgt der Rote-Hand-Brief.

Gemeinsam mit der EMA und dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI) informiert AstraZeneca nun mittels Rote-Hand-Brief über eine neue Kontraindikation von Vaxzevria: Der Impfstoff darf nicht bei Personen mit vormaligem Kapillarlecksyndrom (CLS) verabreicht werden. Der Vektor-Impfstoff wird derzeit in Deutschland für Personen ab 60 Jahren zur Vorbeugung der durch Sars-CoV-2 verursachten Covid-19-Erkrankung von der Ständigen Impfkommission (Stiko) empfohlen.

Die Firma informiert über sehr seltene Fälle eines CLS in den ersten Tagen nach der Impfung mit Vaxzevria. Die geschätzte Berichtsrate liegt bei einem Fall auf mehr als fünf Millionen Impfdosen. In einigen Fällen zeigte sich ein CLS in der Vorgeschichte. Ein tödlicher Ausgang wurde berichtet. Daher sollte ein vormaliges CLS in der Anamnese erfragt werden.

Das CLS ist eine seltene Erkrankung, die durch eine dysfunktionale Entzündungsreaktion, eine endotheliale Dysfunktion und eine Extravasation von Flüssigkeit aus dem Gefäßraum in den interstitiellen Raum gekennzeichnet ist, was zu Schock, Hämokonzentration, Hypoalbuminämie und möglicherweise einem daraus folgenden Organversagen führt. Die Patienten könnten unter einer rasch fortschreitenden Schwellung der Arme und Beine, einer plötzlichen Gewichtszunahme und Schwächegefühl aufgrund eines niedrigen Blutdrucks leiden.

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