Vaxzevria: Nicht bei Patienten mit Kapillarlecksyndrom

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Berlin - Der Corona-Impfstoff von AstraZeneca erhält eine neue Kontraindikation: Das Vakzin soll laut der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) nicht bei Personen verwendet werden, die bereits ein Kapillarlecksyndrom (CLS) erlitten haben. Gleichzeitig gilt das Krankheitsbild als neue Nebenwirkung, die in die Produktinformationen aufgenommen wird.

Das Kapillarlecksyndrom wird häufig auch als Clarkson-Syndrom bezeichnet: Zu den typischen Symptomen gehören Blutdruckabfall, ausgeprägte Ödeme in Armen und Beinen sowie eine Verminderung der im Körper zirkulierenden Blutmenge – das Blut dickt folglich ein. Ursache dafür ist eine erhöhte Durchlässigkeit der Kapillargefäße: Dadurch kommt es zu einem Austritt von Blutplasma und Plasmaproteinen in das Interstitium. Patienten entwickeln einen sogenannten „Volumenmangelschock“.

Offenbar kann es in seltenen Fällen nach der Verabreichung von Vaxzevria zu diesem Krankheitsbild kommen. Der Pharmakovigilanzausschuss (PRAC) der EMA hat die Fälle genauer unter die Lupe genommen: Innerhalb von vier Tagen nach der Impfung sei es bei den Betroffenen zur Entwicklung des Kapillarlecksyndroms gekommen – vor allem Frauen seien betroffen gewesen. In drei der Fälle hatten sie bereits zuvor einmal ein Kapillarlecksyndrom erlitten. Eine Person verstarb.

Die Fachinformation soll nun entsprechend angepasst werden. Außerdem sollen Ärzte noch einmal gezielt über die neue Kontraindikation informiert werden. Das Kapillarlecksyndrom wird zudem als potenzielle sehr seltene Nebenwirkung aufgeführt. Als Alarmsignal für die Patienten gilt eine starke, plötzliche Schwellung von Armen und Beinen sowie eine plötzliche, massive Gewichtszunahme in den Tagen nach der Impfung. Häufig kommt es zudem zu Schwäche, Abgeschlagenheit und Schwindel bedingt durch den Blutdruckabfall. Bei diesen Symptomen sollten die Geimpften umgehend medizinische Hilfe in Anspruch nehmen.

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