Lynparza: Vorsicht bei Austausch

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Berlin - AstraZeneca informiert über die Produktionseinstellung der Lynparza-Hartkapseln (Olaparib) in der Wirkstärke von 50 mg zum Jahresende. Anschließend sind nur noch Filmtabletten in dieser Stärke erhältlich. Diese sind allerdings nicht bioäquivalent und somit nicht gleichwertig austauschbar.

Lynparza zählt zu den sogenannten PARP-Hemmern, die zur Therapie von epithelialen Ovarial-, Eileiter- oder primären Peritonealkarzinomen und Mamma- und Prostatakarzinomen sowie Adenokarzinom des Pankreas indiziert sind. Das Arzneimittel ist sowohl als Filmtablette wie auch als Kapsel auf dem Markt. Allerdings sind die beiden Darreichungsformen des Zytostatikums nicht bioäquivalent und daher nicht 1:1 austauschbar. Sobald die Kapseln in der Wirkstärke mit 50 mg zum Jahresende nicht mehr produziert werden, kann die Ware noch maximal sechs Jahre abverkauft werden. Danach ist Lynparza in Kapselform nur noch mit 100 mg beziehungsweise 150 mg Olaparib verfügbar. Bei einer Umstellung müssen daher die unterschiedlichen Dosierungsempfehlungen für Hartkapseln und Filmtabletten beachtet werden.

Aufgrund der simultanen Verfügbarkeit von Kapseln und Filmtabletten kam es in der Vergangenheit – im Falle einer fehlerhaften Umstellung von Kapseln auf Filmtabletten – zu Überdosierungen mit Zunahme von unerwünschten Arzneimittelwirkungen. Über das Risiko diesbezüglicher Medikationsfehler wurde bereits bei der Markteinführung Olaparib-haltiger Filmtabletten im Jahr 2018 mittels eines Rote-Hand-Briefs aufmerksam gemacht.

Um dieses Risiko jedoch ganz zu eliminieren, wurde mit der EMA vereinbart, die Kapsel-Darreichungsform vom Markt zu nehmen, sobald Lynparza Filmtabletten in allen europäischen Ländern erhältlich sind. In Deutschland werden bereits fast ausschließlich Lynparza Filmtabletten verordnet. Abgesehen von der vergleichsweise höheren Dosierung ist bei den Hartkapseln auch die Lagerung zwischen 2 bis 8 °C nachteilig.

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