Praluent ohne Zusatznutzen

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Berlin - Der Zusatznutzen von Praluent (Alirocumab) für die Behandlung von Hypercholesterinämie oder gemischter Dyslipidämie ist nicht belegt. Von den zwölf eingerechten Studien sei keine einzige für die wesentlichen Fragestellungen relevant, bemängelt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG).

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA ) hatte für drei Patientengruppen jeweils unterschiedliche Vergleichstherapien festgelegt. Bei Personen, die Statine zwar vertragen, ihre Cholesterin-Zielwerte nicht erreichen, sollte Alirocumab in Kombination mit einem Statin und gegebenenfalls weiteren Lipidsenkern verglichen werden.

Für Patienten, für die eine Statintherapie nicht infrage kommt, sollte Alirocumab als Monotherapie mit einem anderen Lipidsenker verglichen werden. Wenn alle medikamentösen und diätischen Optionen zur Lipidsenkung nicht ausreichend waren, sollte die zweckmäßige Vergleichstherapie eine LDL-Apherese sein.

Die zweckmäßige Vergleichstherapie sei in vielen Studien nicht eingehalten worden, so die Gutachter. So sei eine Vortherapie mit der maximal verträglichen Statindosis in der Mehrzahl der eingereichten Studien nicht erfüllt worden. Außerdem sei die Zeitspanne der Untersuchungen zu kurz gewesen: Für eine Langzeittherapie seien Studien von mindestens 12 Monaten essentiell, dies habe der Hersteller Sanofi aber nicht berücksichtigt.

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