Neuraxpharm holt Buccolam

, Uhr

Berlin - Neuraxpharm hat die Marke Buccolam von Takeda übernommen. Mit der Übernahme erweitert das Unternehmen sein Portfolio innerhalb der Indikation Epilepsie. Bei Buccolam handelt es sich um das einzige zugelassene Midazolam-haltige Präparat zur Notfallbehandlung von Kindern mit Epilepsie.

Buccolam ist das einzige in Europa zugelassene Midazolam zur Anwendung in der Mundhöhle. Das Arzneimittel besitzt den Zusatznutzen für die Notfallbehandlung von epileptischen Kindern mit anhaltenden akuten Krampfanfällen. Nun hat Neuraxpharm die Produkte von Takeda übernommen und erweitert das Portfolio an Epilepsie-Medikamenten.

Epileptische Notfälle gehören mit einer Inzidenz von 18 bis 23 Fällen pro 100.000 pro Jahr zu den häufigsten neurologischen Notfällen bei Kindern. Mehrere Studien konnten die überlegende Wirkung von buccalem Midazolam gegenüber rektalem Diazepam bestätigen. Die rektale Applikation wurde von den Eltern zudem oft als unangenehm empfunden. Mit Buccolam können länger anhaltende Krampfanfälle von Kindern ab drei Monaten behandelt werden. Die Unbedenklichkeit und Wirksamkeit von Midazolam bei Kindern unter drei bis 3 Monaten ist nicht erwiesen.

„Als ein führendes europäisches Pharmaunternehmen, das sich auf das ZNS spezialisiert hat, freuen wir uns, den Erwerb der weltweiten Rechte für eine Epilepsie-Notfallbehandlung für Kinder von Takeda bekannt zu geben. Buccolam bietet einen echten Wert für die ZNS-Gemeinschaft, ist in vielen Ländern Europas gut etabliert und verfügt über erhebliches weiteres Potenzial,“ kommentierte Dr. Jörg-Thomas Dierks, CEO von Neuraxpharm, die Übernahme. Die Vereinbarung sei eine bedeutende Transaktion für Neuraxpharm. Buccolam passe perfekt in das bereits bestehende Portfolio. Laut Dierks stärke die Übernahme zudem die Position als europäischer ZNS-Spezialist.

  • 1
  • 2

Lesen Sie auch

APOTHEKE ADHOC Debatte

Neuere Artikel zum Thema

Mehr zum Thema

Ab Juni neuer Impfstoff?
Countdown bei Curevac »
Comeback für Cholesterinsenker
Sanofi: Praluent ist zurück »
Keine Toleranz, weniger Abhängigkeit
Exklusivrecht für Lunivia: Hennig bringt Eszopiclon »

Mehr aus Ressort

Vorzüge höher als Risiken
EMA: Gutachten zu J&J am Dienstag »
Warnung nur für Fertigspritze
Aflibercept erhöht Augeninnendruck »
Weiteres
„Kartenhersteller wahrscheinlich überfordert“
KBV: Komplizierte Signatur verhindert E-Rezept-Einführung»
Datenübermittlung für das E-Rezept
Apotheker sollen für Versender zahlen»
Magnesium als Gratiszugabe
Sanicare verschenkt Doppelherz»
Am letzten Tag der Coupon-Aktion
OLG Düsseldorf erlaubt FFP2-Rabatt»
Hormone, Schwangerschaft & Co.
Dehnungsstreifen: Irreparable Hautschäden»
Ausschlag ohne eindeutige Ursache
Update: Dyshidrose»
Mehr Feuchtigkeit, stärkere Barriere
Ectoin in der Allergiepflege»

Copyright © 2007 - 2021, APOTHEKE ADHOC ist ein Dienst der EL PATO Medien GmbH / Pariser Platz 6A / 10117 Berlin Geschäftsführer: Patrick Hollstein, Thomas Bellartz / Amtsgericht Berlin Charlottenburg / HRB 204 379 B