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Nasensprays: Zu hoch dosiert für Kids Maria Köpf, 19.01.2018 14:03 Uhr

Für Otriven ergeben sechs Sprühstöße à 140 µl bereits eine Gesamtzufuhr von 0,73 mg – der WHO-Grenzwert für Erwachsene ist also nahezu erreicht. Entsprechend hat der Konzern die Altersgrenze für das 0,1-prozentige Nasenspray von sechs auf zwölf Jahre angehoben. Weitere Produkte der Reihe sollen ebenfalls angepasst werden.

Andere Hersteller sehen keinen Handlungsbedarf, obwohl auch bei ihnen der auf Kinder umgerechnete Grenzwert überschritten wird. Beim Nasenspray Ratiopharm E werden 90 µl pro Sprühstoß freigesetzt, in der Summe knapp 0,47 mg pro Tag. Dies entspricht laut GSK-Berechnung ungefähr dem Grenzwert für die oberste Gewichtsklasse im pädiatrischen Bereich. Darunter – also von sechs bis zwölf Jahren – ist das Nasenspray zu hoch dosiert.

Doch auch die Dosierung à 0,05 Prozent ist laut Berechnung allenfalls für Kinder an der oberen Altersgrenze geeignet. Mit dem Produkt von Ratiopharm wird der WHO-Grenzwert bei Kindern mit 10 kg Körpergewicht – also zwei Jahren – um das Doppelte überschritten, bei Otriven liegt der Faktor sogar über 3.

Auf Nachfrage wollte Hanne Strøm, Leiterin des „WHO Collaborating Centre for Drug Statistics Methodology“ in Oslo keine Bewertung dazu abgeben. Dies sei nicht die Aufgabe der WHO. Strøm betont: „Die DDD ist eine technische Messeinheit und keine empfohlene Dosis.”

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