Flüssige Arzneiformen

Dosierfalle Tropfen APOTHEKE ADHOC, 18.01.2018 13:52 Uhr

Berlin - Tropfen können eine individuelle Dosierung gewährleisten – vorausgesetzt die Handhabung stimmt. Denn Tropfen ist nicht gleich Tropfen. Trotz identischem Wirkstoffgehalt pro Milliliter können die Tropfen der einzelnen Präparate eine unterschiedliche Wirkstärke haben. Wird dieser Sachverhalt nicht beachtet, können Über- oder Unterdosierungen die Folge sein. Entscheidend kann auch die Haltung der Flasche sein. Ob diese senkrecht oder schräg gehalten werden muss, verrät der Verschluss.

Richtig tropfen will erklärt sein, nur dann ist die richtige Dosierung gesichert. Tropfen haben mehrere Vorteile. Zum einen können sie die Therapie bei Schluckbeschwerden sichern oder eine individuelle Dosierung gewährleisten. Zum anderen können die Zubereitungen einen schnellen Wirkeintritt vorweisen.

In der Praxis kommen zwei verschiedene Tropfvorrichtungen zum Einsatz – Zentral- und Randtropfer. Wird die Flasche falsch gehalten, kann dies das Sollvolumen beeinflussen. Die Größe der Tropfen hängt außerdem von der Viskosität der Flüssigkeit und der Oberflächenspannung ab. Zentraltropfer müssen senkrecht gehalten werden, da sonst die Abtropffläche zu klein ist. Somit verändern sich Tröpfchengröße und Wirkstoffgehalt. Das Austrittsröhrchen der Flüssigkeit befindet sich mittig, das zweite Röhrchen fungiert als Lufteintrittskanal. Bei Tropfschwierigkeiten kann ein leichtes Tippen auf den Flaschenboden den Austritt in Gang bringen. Wird die Flasche falsch gehalten, kann die Tropfgeschwindigkeit unregelmäßig oder gar zu schnell werden und so Fehldosierungen nach sich ziehen. Außerdem verwenden die Hersteller unterschiedliche Zentraltropfer.

Ein Beispiel sind Arzneimittel mit dem Wirkstoff Diazepam. Die Standarddosis von zehn Milligramm ist bei den unterschiedlichen Herstellern in einer abweichenden Tropfenanzahl enthalten – hier lohnt sich der Blick in den Beipackzettel. Denn möglich sind zehn Milligramm in 20 oder 28 Tropfen. Dies entspricht einem Unterschied von 40 Prozent. Ein weiteres Beispiel ist der Wirkstoff Levomepromazin.

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