Warnhinweis

Insulin: Ablagerungen in der Haut Alexandra Negt, 14.10.2020 09:00 Uhr

Berlin - Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) informiert über das bestehende Risiko einer sogenannten kutanen Amyloidose an der Injektionsstelle bei Insulintherapie. Hierunter versteht man die Entstehung von subcutanen Knötchen. Die Absorption des Insulins kann sich bei einer erneuten Injektion in die Ablagerungen verzögern. Folglich kann die Blutzuckerkontrolle beeinträchtigt sein. Zudem sollte die Auswahl der geeigneten Injektionsstelle nach der Art des Insulins erfolgen. Hier eine Übersicht.

Erst kürzlich wurde das Risiko einer cutanen Amyloidose an der Insulin-Injektionsstelle in die Fachinformation aufgenommen. Folgendes unerwünschtes Ereignis wurde ergänzt: „Lipodystrophie und kutane Amyloidose können an der Injektionsstelle auftreten und die lokale Insulinresorption verzögern. Ein regelmäßiger Wechsel der Injektionsstelle kann diese Reaktionen reduzieren.“ Um diese verzögerte Aufnahme zu reduzieren, hat die britische Arzneimittelbehörde (MHRA) Empfehlungen zur Vermeidung der Knötchenbildung formuliert.

  • Spüren Patienten Knötchen unter der Haut, so sollte eine Abklärung durch den Arzt erfolgen. Nicht alle Knoten sind auf die Ausbildung einer cutanen Amyloidose zurückzuführen.
  • Ein regelmäßiger Wechsel der Injektionsstelle kann die Bildung dieser Knötchen vermeiden.
  • Auch andere Hautreaktionen wie die Lipohypertrophie können durch den regelmäßigen Wechsel verringert werden.
  • Spritzt der Patient seit längerem in ein betroffenes Areal, so kann der plötzliche Wechsel der Injektionsstelle zu Hypoglykämien führen. Die Medikation muss gegebenenfalls angepasst werden.

Bei einer cutanen Amyloidose handelt es sich um eine Ansammlung von Keratinamyloid in der Haut. Keratatine kommen natürlicherweise in der Epidermis vor. Unter einer Amyloidose versteht man im Allgemeinen eine intrazelluläre oder extrazelluläre Ablagerung von unlöslichen Protein-Fibrillen. Innerhalb des verhärteten Gewebes ist der Stoffwechsel eher schlecht. Auch das Aufnahmevermögen ist herabgesetzt. Das injizierte Insulin kann nur verlangsamt aufgenommen werden, sodass die Blutzuckerkontrolle verschlechtert wird. Bei dauerhafter Injektion in eine betroffene Stelle kann es sein, dass die Patienten unbemerkt die Dosis immer weiter steigern.

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