Höhere Belastung für Pollenallergiker

, , Uhr
Berlin -

Der Schnee schmilzt, die Sonne sorgt für zweistellige Plusgerade. Die ersten Frühblüher sprießen aus der Erde, doch auch an den Bäumen tut sich was. Deshalb müssen sich Pollenallergiker an den kommenden, frühlingshaften Tagen auf eine erhöhte Belastung einstellen. Den Anfang der Heuschnupfensaison bilden Hasel und Erle.

Die Pollensaison von Hasel und Erle „wechselt vom Kriechgang in den Turbo“, berichtete die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst. „Im Westen und Süden der Republik werden in den tiefen Lagen (...) verbreitet hohe Pollenbelastungen durch diese beiden Allergenträger Einzug halten“, heißt es in einer Prognose. „Dabei wird zunehmend die Erle das Zepter in die Hand nehmen und im Vergleich zur Hasel den stärkeren Eindruck bei den Allergiebetroffenen hinterlassen.“ Die Frostluft habe einigen Haselkätzchen den Garaus gemacht. Der Rest der Haselpollensaison verlaufe entsprechend etwas abgeschwächt.

Die Pollenflugexperten des Deutschen Wetterdienstes bestätigen die Vorhersage. Für Nordrhein-Westfalen erwartet Christina Endler vom Zentrum für Medizin-Meteorologische Forschung in Freiburg in den nächsten Tagen nur noch eine „schwache bis mäßige“ Belastung mit Haselpollen. Tendenziell befinde sich die Hasel schon in der Nachblüte. Für die Erle rechnet sie am Wochenende und in den Tagen danach in NRW mit einer „mäßigen bis starken“ Belastung.

Allergie vom Soforttyp

Der Heuschnupfen gehört zu den allergischen Erkrankungen: Als Allergie wird allgemein eine Überreaktion des Immunsystems auf bestimmte Substanzen definiert. Grundsätzlich wird bei Allergien zwischen vier verschiedenen Typen unterschieden. Der Heuschnupfen zählt zu den Typ-1-Allergien, die häufig auch als Allergien vom „Soforttyp“ bezeichnet werden. Eine wichtige Rolle bei einer Reaktion des Soforttyps sind IgE-Antikörper, die nach der Sensibilisierung gebildet werden. Beim Soforttyp reagiert der Körper auf die Zufuhr bestimmter Allergene in Sekunden bis Minuten mit allergischen Erscheinungen.

Lesen Sie auch

APOTHEKE ADHOC Debatte

Neuere Artikel zum Thema
Weiteres
Wenig Interesse an Telemedizin
Stada-Umfrage: Arzt sticht App»
EU muss Schnittstellen-Verordnung absegnen
E-Rezept: Vorerst keine Daten für Vor-Ort-Plattformen»
Hausärzte klagen über fehlenden Impfstoff
„Womit sollen die Apotheken impfen?“»
Pfeiffer befürchtet Beitragssteigerung
Kassen wollen Ausgaben drücken»
Verkauf auch ohne BfArM-Listung möglich
Ansturm auf Schnelltests: Ramschgefahr»
Covid-19-Fälle in der Familie
Corona befeuert Personalnot in Apotheken»
Beeinflussung von Metastasen
Palmfett, Rezeptoren und Krebs»