Antibiotika

EMA prüft Fluorchinolone APOTHEKE ADHOC, 10.02.2017 13:58 Uhr

Berlin - Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat ein europäisches Risikobewertungsverfahren für Antibiotika aus der Gruppe der Fluorchinolone und Chinolone angestoßen. Ziel ist eine umfassende Bewertung von schwerwiegenden Nebenwirkungen, die zu starken Einschränkungen und unter Umständen dauerhaften Beeinträchtigungen führen können.

Das Fluorchinolone Sehnenschäden in Form von Entzündungen oder Rissen verursachen können, ist bereits seit den 60er-Jahren bekannt und wurde in die Produktinformationen aufgenommen. Die Ruptur der Achillessehne wird dabei als besonders gefährlich angesehen und tritt mit erhöhtem Risiko bei älteren Personen ab dem 60. Lebensjahr auf. Die unerwünschte Arzneimittelwirkung kann bereits wenige Stunden nach der Einnahme auftreten oder bis zu vier Wochen nach Therapieende.

Zuletzt hatte die US-Arzneimittelbehörde FDA im vergangenen Jahr über Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der systemischen Anwendung von Fluorchinolonen berichtet. Ärzte sollen ihre Patienten nach der Empfehlung der FDA darauf hinweisen, dass die Behandlung bei den ersten Anzeichen von Schmerz oder Entzündung abgebrochen werden sollte. Als Alternative nannte die US-Behörde beispielsweise die Penicilline, Doxycyclin oder auch Makrolide.

Die Arzneimittelkommission der deutschen Apotheker (AMK) griff die Warnung auf. Die einzelnen Wirkstoffe unterscheiden sich bezüglich ihrer unerwünschten Wirkungen. So ist das Risiko für eine Sehnenverletzung unter Levofloxacin und Ofloxacin höher als bei den anderen Substanzen. Die gleichzeitige Gabe von Kortisonen kann das Risiko erhöhen. In Deutschland sind außerdem Ciprofloxacin, Norfloxacin, Enoxacin, Ofloxacin, und Moxifloxacin zugelassen.
  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Markt

Herstellbetriebe

Wegen Behörde: Medios sagt Neubau ab»

Verwaltungsgericht Karlsruhe

Hüffenhardt: Gericht inspiziert DocMorris-Automat»

Gewinn steigt kräftig

„Medikamente oder ganze Firmen“: Stada will zukaufen»
Politik

Kleine Anfrage

FDP fragt nach Missbrauch von Arzneimitteln»

SPD zur Apothekenreform

Lauterbach: Nicht mit Zitronen handeln»

Neuer Plan B

Spahn: Mehr Botendienst und 150 Millionen Euro»
Internationales

USA

Apothekenkette: Kahlschlag bei Rite Aid»

Österreich

Keine Zwangsmittagspause mehr für Apotheken»

Galenica

Schweiz: Apotheken verdrängen Drogerien»
Pharmazie

AMK-Meldung

Fenistil: Beipackzettel schlecht lesbar»

Medizinalhanf

Aurora liefert Cannabisblüten-Vollextrakt»

Ezetimib/Simvastatin

Inegy-Generika: Erfolg in zweiter Instanz für Stada»
Panorama

In Münster haben sie eines ergattert

Apothekerin im Ü-Ei»

Schock in Braunschweig

Vermummter Täter überfällt Apotheke mit Pistole»

Tarifeinigung für Helios-Ärzte

Zweimal 2,5 Prozent mehr Geld»
Apothekenpraxis

Ersatzkassen

DAK und KKH: Ausschreibung für 123 Lose»

Digitalisierung

Apotheker zum eRezept: „Kein Sinn und kein Zweck“»

Nachfolgersuche erfolglos

Nach Treppensturz: Apotheker muss schließen»
PTA Live

PTA-Schule München

Premiere: Klassenraum wird Sterillabor»

Ausbildung

„PTA-Schüler bereuen Ausbildung nicht“»

Schweinfurt

PTA-Schule: „Wir haben uns hoffentlich endgültig erholt“»
Erkältungs-Tipps

Kleine Pflanzenkunde: Kampferbaum

Wissenswertes über Campher»

Hausmittel

Propolis: Heilmittel aus dem Bienenstock»

Die Erkältungsknolle

5 Tipps für den Einsatz von Ingwer»