Lieferengpass

Celestamine: Ab heute wieder Rezeptübermittlung APOTHEKE ADHOC, 07.08.2018 11:56 Uhr

Berlin - Pünktlich zum Gipfel der Wespen- und Bienensaison hat MSD Sharp & Dohme das Notfallarzneimittel Celestamine N 0,5 liquidum (Betamethason) wieder ohne Umwege direkt über den Großhandel ausgeliefert. Inzwischen geht der Nachschub wieder zur Neige und Apotheken müssen erneut per Rezeptübermittlung bestellen.

Den dringenden Bedarf am Notfallmedikament Celestamine N 0,5 liquidum konnte MSD kurzzeitig vollumfänglich decken. Der Konzern konnte den Großhandel wieder beliefern. Seit Anfang des Jahres ist das Arzneimittel nur eingeschränkt lieferbar. „Wir hatten zwischenzeitlich Ware erhalten, sodass wir den Großhandel beliefern konnten. Parallel dazu war Apotheken auch ohne Rezeptübermittlung eine Bestellung von Celestamine bei MSD über Pharmamall möglich“, teilt der Hersteller mit.

„Wir haben am 19. Juli fünf Packungen direkt geliefert bekommen“, freut sich eine PKA aus Berlin. „Beim Großhandel kann das Arzneimittel aktuell nur zur Nachlieferung aufgegeben werden.“ MSD hofft, mit der Zustellung den Zeitraum bis zur nächsten Lieferung überbrücken zu können. „Leider hat die große Nachfrage dazu geführt, dass unser Bestand wieder geschrumpft ist, sodass wir ab dem 7. August wieder auf Rezeptübermittlung vor Auftragserfassung umstellen müssen. Wir hoffen damit den Zeitraum bis zur nächsten Lieferung Mitte September zu überbrücken.“

Laut Liste des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) über die gemeldeten Lieferengpässe soll Celestamine noch bis September eingeschränkt lieferbar sein. „Die Nachschubmengen aus unserer Produktion decken derzeit nicht die im Markt benötigten Mengen“, ist auf der Seite des BfArM zu lesen. Ursache sei eine weltweite Cyberattacke im vergangenen Jahr, die bislang noch nicht gänzlich behoben werden konnte, schreibt MSD. Von dieser war auch die Produktionsstätte der Betamethason-haltigen Lösung betroffen.

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