Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)

Schleichender Neuronenuntergang Nadine Tröbitscher, 22.02.2017 13:49 Uhr

Berlin - Stephen Hawking ist der wohl bekannteste Mensch, der an Amyotropher Lateralsklerose (ALS) leidet. Das Physikgenie erkrankte bereits mit 21 Jahren an chronisch juveniler ALS, die von einem langen Krankheitsverlauf gekennzeichnet ist. Vor einigen Jahren durch die Ice-Bucket-Challenge bekannt geworden, ist die Erkrankung wieder aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwunden. Was sind die Symptome und wie verläuft die ALS?

ALS ist eine nicht heilbare degenerative Erkrankung des motorischen Nervensystems, es kommt zum Zelluntergang der motorischen Zellen im Gehirn und Rückenmark. Das Haupterkrankungsalter liegt zwischen 50 und 70 Jahren, dabei erkranken Männer häufiger als Frauen. Etwa zwei bis acht Menschen von 100.000 leiden an ALS.

Der Krankheitsverlauf ist schleichend und fortschreitend. Der Verlauf ist variabel – abhängig davon. welche Zellen betroffen sind. Leichte Ungeschicklichkeiten, Stolpern oder schmerzlose Lähmungen können den Beginn der Erkrankung markieren. Bei etwa 30 Prozent der Betroffenen sind Sprach- und Schluckstörungen die ersten Anzeichen, in diesem Fall spricht man von einem bulbären Beginn.

Die Schluckstörungen können Ursache für eine Essensverweigerung sein. Nahrung kann eingeatmet werden und eine Lungenentzündung verursachen, die als häufigste Todesursache gilt. Sprachstörungen äußern sich durch eine angestrengte verlangsamte Sprache, ähnlich der eines Schlaganfallpatienten.

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