3D-Druck: Apothekenrezeptur 2.0 – wie lange noch?

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Berlin - Individualisierte Medizin: Fiktion oder Zukunft? Laut einer APOSCOPE-Umfrage glaubt jeder fünfte Apotheker, dass es in 30 Jahren kaum noch Fertigarzneimittel geben wird. Genauso viele finden, dass dann in jeder Apotheke ein 3D-Drucker stehen sollte. Viel oder wenig? Beim APOTHEKE ADHOC Talk im Rahmen der Medizinmesse Xpomet steckten Professor Dr. Gerald Huber (DiHeSys), Patrick Schlebrowski (Stada), Tim Steimle (TK) und Ramin Heydarpour (Omnicell) den Rahmen ab.

Vor allem in der Onkologie und Rheumatologie ist die sogenannte stratifizierte Medizin längst Alltag: Mit Hilfe von Gentests wird bei mittlerweile mehr als 70 Wirkstoffen über alle Indikationen hinweg vor der Behandlung festgestellt, ob der Patient zu einer Subpopulation gehört, die auf die Therapie anspricht.

„Zukünftig wird ein Drittel der Arzneimittel auf diese Weise personalisiert sein“, so Schlebrowski, der bei Stada das Generikageschäft in Deutschland verantwortet. Nicht immer seien die Arzneimittel teuer; gerade nach Patentablauf seien mitunter die Test der eigentliche Kostenfaktor. Weil die Kassen die Diagnostika kaum übernehmen, müssen entweder die Hersteller oder die Patienten zahlen.

Gerade außerhalb der Klinik macht dies die Sache kompliziert. Unter den Generikaherstellern ist Stada diesbezüglich Branchenpionier: Der Konzern hat vier Tests im Portfolio – Antidepressiva, Statine, Tamoxifen und Clopidrogrel. Die Kosten zwischen 200 und 300 Euro sind laut Schlebrowski die größte Herausforderung. „Wir versuchen, in die Erstattung zu kommen.“

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