Terre des Femmes 

Zweifel am Transgender-Experiment Eugenie Ankowitsch, 20.03.2018 09:12 Uhr

Berlin - Am Sonntag war der Equal Pay Day. Schon Ende Februar hat die Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes eine Kampagne gestartet, die auf die Unterschiede in der Bezahlung von Frauen und Männern aufmerksam machen wollte. Den Anfang der Kampagne machte ein ungewöhnliches Experiment. Doch im Anschluss gab es Vorwürfe, dass die ausführende Werbeagentur mit fragwürdigen Methoden das vermeintlich gewünschte Ergebnis herbeigeführt hat. Es gibt zwar ein Dementi, Beweise werden auf Nachfrage aber nicht geliefert.

Drei Transgender-Personen hatten sich im Rahmen des Experiments mit derselben Qualifikation für denselben Job in den Berufsfeldern Job Projektmanagement/-assistenz, PTA und Modemanagement beworben – jeweils einmal als Frau, einmal als Mann. Das Ergebnis: In jedem Fall soll der sich als Frau bewerbenden Person weniger Gehalt geboten worden sein, zum Teil deutlich weniger. Mit diesem Experiment wollte Terre des Femmes darauf aufmerksam machen, dass Frauen für die gleiche Arbeit häufig weniger Lohn bekommen als ihre männlichen Kollegen.

Doch nach der Veröffentlichung der Ergebnisse und eines dazugehörigen Videos, hagelte es Kritik. Sowohl auf der Facebook-Seite der Frauenrechtsorganisation als auch in einem Video des Youtube-Kanals Idiotenwatch wurde darauf aufmerksam gemacht, dass die im Kampagnen-Clip eingeblendeten Lebensläufe unterschiedlich seien. Zuvor behauptete Terre des Femmes aber genau das: Alle beteiligten Transgender hätten sich jeweils mit gleichen Lebensläufen und Qualifikationen um eine Stelle beworben.

In der Tat werden im Video zwei Lebensläufe präsentiert: von Oliver und Olivia, die sich beide um Stellen im Projektmanagement beworben haben sollen. Doch während der eingeblendete Lebenslauf von Oliver zeigt, dass er aktuell Personalverantwortung für 60 Mitarbeiter trägt und über ein Etat von 50 Millionen Euro bestimmt, arbeitet sein Pendant Olivia laut ihrem Lebenslauf lediglich im Kundenservice ohne Personalverantwortu

APOTHEKE ADHOC Debatte

Neuere Artikel zum Thema