Vertretung zu teuer: Apotheke schließt

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Berlin - Aus gesundheitlichen Gründen muss Apotheker Thomas Wenning nach 25 Jahren seine Rathaus-Apotheke im nordrhein-westfälischen Hamminkeln aufgeben. Die Suche nach einem Nachfolger war erfolglos – und eine Vertretung ist zu teuer.

„Ich falle gesundheitlich für fünf Monate aus“, sagt Wenning. Danach hätte er seine Apotheke – rein theoretisch – gerne weitergeführt. Allerdings fand er keine Übergangslösung: „Ich habe gesucht, es war aussichtslos. Ich habe es auf verschiedenen Kanälen versucht, leider habe ich niemanden gefunden.“ Eine andere Möglichkeit wäre ein Vertretungsapotheker gewesen.

Aber das ist zu teuer. „Das kostet im Monat rund 10.000 Euro“, sagt der Apotheker, „außerdem darf man sich als Apotheker nur höchstens sechs Wochen im Jahr vertreten lassen.“ Deshalb entschied er sich, die Apotheke ganz zu schließen. Ende April wird Wenning zum letzten Mal in der Offizin stehen. Auch seine zweite Apotheke, die bisherige Hauptapotheke, hat er offiziell abgegeben. „Meine Frau, die auch Apothekerin ist, übernimmt die Dorf-Apotheke in Brünen.“

Sobald er wieder fit ist, möchte er wieder in seinem Traumberuf Apotheker arbeiten. Allerdings nicht im Unternehmen seine Frau. Das hat aber nichts damit zu tun, dass sich die beiden nicht gut verstehen würden. „Man gibt, wenn man als Ehepaar in der Apotheke arbeitet, zu viel Freiheit auf, kann nichts gemeinsam unternehmen.“ Seine Lösung: Er wird als angestellter Apotheker arbeiten.

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