Schwarzwald-Apotheke in Stuttgart muss schließen

„Unseren Totengräber erreichen Sie beim Regierungspräsidium“ APOTHEKE ADHOC, 02.05.2019 15:19 Uhr

Berlin - Damit hat Apothekerin Anja Ossenkop nicht gerechnet: Weil sie ihre Schwarzwald-Apotheke in Stuttgart schließen muss, stellte sie quasi eine „Abrechnung“ mit dem Regierungspräsidium ins Schaufenster. Jetzt laufen die Kunden Sturm.

Auf einem Schild bezeichnet sie das Regierungspräsidium als „Totengräber“. Das war passiert: Ihre Betriebserlaubnis erlischt Ende Juni. Der Pharmazierat hatte festgestellt, dass das Labor nicht mehr den aktuellen Anforderungen entspricht, berichtet die Stuttgarter Zeitung. Apothekerin Ossenkop gibt ihm grundsätzlich recht, sagte aber gegenüber der Stuttgarter Zeitung: „Ich bin schon sauer. Ich bin mir sicher, dass es eine Lösung gegeben hätte, wenn man gemeinsam danach gesucht hätte. Andere haben mit Augenmaß gehandelt und Tipps gegeben und geschaut, dass es besser wird.“

In der Schwarzwald-Apotheke wird nichts mehr besser – Ende Mai wird sie für immer schließen. Von der Solidarität der Kunden, die die Presse vor Ort mobilisiert haben, ist sie völlig überrannt worden. „Die Kunden haben das angeleiert. Die Apotheke ist voll, ich kann derzeit leider keine Auskünfte geben“, sagt sie gegenüber APOTHEKE ADHOC.

Auf dem Schild im Schaufenster hat sie ihrer Enttäuschung Luft gemacht. Darauf steht zu lesen: „Das Apothekensterben geht weiter. Auch wir werden zu Grabe getragen. Unseren ‚Totengräber‘ erreichen Sie beim Regierungspräsidium Stuttgart. Er wird Ihnen die Umstände der Schließung und sicherlich auch seine überaus strenge persönliche Auslegung der Vorschriften zu den Anforderungen an eine Apotheke sicherlich gerne erläutern.“ Der letzte Hilferuf einer Offizin, die dem Sterben geweiht ist.

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