US-Rocklegende starb an Schmerzmitteln

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Berlin - US-Musiker Tom Petty ist vergangenen Oktober an einer versehentlichen Überdosis Schmerzmittel gestorben. Dem nun veröffentlichten Autopsiebericht zufolge hatte der 66-Jährige nach der Einnahme mehrerer Mittel einen Herzstillstand erlitten. Nach einer missglückten Wiederbelebungsmaßnahme sei er dann multiplem Organversagen erlegen.

Seiner Frau und Tochter zufolge ist er damit ein weiteres Opfer der seit Jahren grassierenden Opioid-Epidemie in den USA. Der Gerichtsmedizin zufolge befand sich in Pettys Blut ein Mix aus Fentanyl, Oxycodon und Alprazolam. Darüber hinaus hatte der Musiker seit Längerem auch Temazepam als Einschlafhilfe und Citalopram gegen Depressionen genommen.

Wie Millionen andere Amerikaner auch sei er durch ärztliche Verschreibungen in den Schmerzmittelmissbrauch abgerutscht: „Viele Leute, die eine Überdosis nehmen, beginnen wegen einer einfachen Verletzung oder verstehen einfach nicht die Stärke und potenziell tödlichen Folgen dieser Medikamente“, schrieben Pettys Angehörige in einem Facebook-Beitrag. Sie hoffen nun, dass Pettys Tod die Debatte über die Opioid-Epidemie weiter anheizt.

Das Mitglied der Rock and Roll Hall of Fame hatte einige der Mittel wegen Knieproblemen und einer angebrochenen Hüfte verschrieben bekommen. Trotz der schmerzhaften Verletzungen habe er jedoch darauf bestanden, auf Tour zu gehen. Daraufhin spielte Petty 53 Konzerte mit angebrochener Hüfte und hat das Leiden dadurch noch verschlimmert. Am Tag seines Todes habe er dann erfahren, dass aus der Hüftfraktur ein kompletter Bruch geworden war. „Wir vermuten, dass der Schmerz schlicht unerträglich geworden war und der Grund für die Überdosis war“, schreiben Dana und Adria Petty.

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