Spahn: Mehr Geld für kürzere Wartezeiten

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Berlin - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat Ärzten mehr Geld für zusätzliche Sprechstunden ohne Terminvergabe in Aussicht gestellt. „Ärzte, die uns dabei helfen, die Versorgung zu verbessern, sollen höher und außerhalb des Budgets vergütet werden, kündigte Spahn im „Deutschen Ärzteblatt“ an. Das Zusatzgeld solle gezahlt werden, wenn etwa Hausärzte, Kinderärzte oder Gynäkologen pro Woche fünf offene Sprechstunden für Patienten ohne Termin anbieten. Ärzte und Krankenkassen lehnten den Vorstoß ab.

Patienten könnten zu diesen Zeiten schnell etwas abklären lassen. „Das wirkt wie ein Überlaufventil bei zu langen Terminwartezeiten“, sagte Spahn. Geplant seien Grundpauschalen für offene Sprechstunden, aber auch höhere Vergütungen für Ärzte, die Termine über die Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen annehmen.

Kassen und Ärzteschaft sollten verhandeln, für welche Arztgruppen unter welchen Bedingungen das gelten solle. „Ich weiß, dass viele Ärzte diese Anforderungen schon übererfüllen. Aber durch klarere Vorgaben schützen wir genau diese große Mehrheit der Ärzte, die teilweise bis an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit arbeitet, vor einer Minderheit, die ihren Versorgungsauftrag nicht voll ausfüllt.“

Spahn kündigte an, bald einen geplanten Gesetzentwurf zur Verbesserung der Patientenversorgung vorzulegen. Das soll in der kommenden Woche erfolgen. Geplant ist, die Terminservicestellen auszubauen und die Mindestzahl der Sprechstunden für gesetzlich Versicherte von 20 auf 25 pro Woche zu erhöhen.

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