Palliativversorgung

„Ohne Apotheker geht es nicht“ Maria Hendrischke, 03.07.2015 11:55 Uhr

Berlin - Unheilbare Krankheiten sind oft mit langen Klinikaufenthalten verbunden. Patienten, die kurz vor dem Tod stehen, wollen zurück nach Hause, um bis zuletzt bei ihrer Familie zu sein. Ärzte und Pfleger der Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung (SAPV) können diesen Wunsch unterstützen. Dr. Jörg Cuno, Internist und Chefarzt an der Klinik für Palliativmedizin Bamberg, leitet ein solches Team. Die Apotheker sieht er auf Augenhöhe.

„Früher war es normal, zu Hause im Kreise der Familie zu sterben. Inzwischen wird das Thema Tod leider oft tabuisiert. Es ist mit vielen Ängsten verbunden“, sagt der Arzt. Sein SAPV-Team von der Sozialstiftung Bamberg betreut mit fast 30 Mitarbeitern Patienten in der Stadt und sechs umliegenden Landkreisen.

Derzeit werden etwa 750 Menschen unterstützt. 500 Patienten versorgt Cuno zudem stationär in der Bamberger Klinik für Palliativmedizin. Die meisten seiner Patienten seien zwischen 60 und 70 Jahre alt. „Doch wir haben genauso schon 18- und 98-Jährige behandelt“, sagt er.

Da alle Palliativpatienten bereits eine medizinische Vorgeschichte haben, ist laut Cuno eine gute Zusammenarbeit zwischen Palliativ-Team und den bereits mit dem Patienten vertrauten Gesundheitsversorgern wichtig: „Da sollte kein Konkurrenzkampf herrschen“, betont Cuno. Hausärzte würden den Patienten und seine Erkrankungen genau kennen. Er solle daher keinesfalls durch den Palliativarzt verdrängt, sondern nur unterstützt werden. Gleiches gelte für die Palliativpfleger: Sie wollten den Pflegedienst nicht ersetzen, sondern ergänz

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