Marktcheck: Die beliebtesten OTC-Analgetika

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Schmerzmittel – Helfer oder sogar Krankmacher? | Marktcheck SWR
Berlin -

Das Verbrauchermagazin des SWR „Marktcheck“ widmet sich in einer neuen Ausgabe den verschiedenen freiverkäuflichen Schmerzmitteln. Dabei geht es auch um die Risiken wie beispielsweise dem Analgetika-induziertem Kopfschmerz, die Beliebtheit der einzelnen Wirkstoffe und Möglichkeiten der Cannabistherapie.

„100 Millionen Packungen Schmerzmittel werden in Deutschland jährlich verkauft“, heißt es im aktuellen Beitrag des Verbrauchermagazins Marktcheck. Dabei wurden auch die absoluten Favoriten der Kund:innen vorgestellt. Auf Platz 1: Voltaren – das Diclofenac-haltige Mittel von Novartis wird mit 12,89 Millionen Packungen jährlich mit Abstand am häufigsten abgegeben. Der COX-2-Hemmer hilft vor allem bei Schmerzen des Bewegungsapparates. Bei normalen Spannungskopfschmerzen ist der Arzneistoff nicht Mittel der Wahl.

Ibuprofen weniger beliebt

Auf Platz 2 folgt Paracetamol Ratiopharm mit 11,55 Millionen Packungen pro Jahr. Die Plätze 3 und 4 besetzt Bayer mit Aspirin Plus C (11,16 Millionen Packungen) und Aspirin Schmerztabletten (10,44 Millionen Packungen). Hier verweist Marktcheck auf die gleichzeitige Blutverdünnung und die daraus resultierenden Risiken. Erst auf Platz 5 kommt ein Ibuprofen-haltiges Präparat: Hexal verkauft von seinen Ibuprofen Tabletten mit 400 mg Wirkstoff je Tablette jährlich rund 8,36 Millionen Packungen.

So wenig wie möglich

Über Neben- und Wechselwirkungen informieren sich die meisten Befragten laut Beitrag nicht. Vor allem in Verbindung mit Alkohol seien Leberschäden aber nicht auszuschließen. Darauf weist im Bericht auch Apotheker Rüdi Grünbauer hin. Er rät zu einem maßvollen Gebrauch von Schmerzmitteln nach dem Motto: „So viel wie nötig, so wenig wie möglich.“

Denn der dauerhafte Gebrauch könne zum Analgetika-induzierten Kopfschmerz führen. Aus diesem Teufelskreis sei es schwer herauszukommen. Eine Möglichkeit, die „Marktcheck“ vorstellt, ist die Cannabinoid-Therapie. Hier sollte eine engmaschige ärztliche Betreuung erfolgen, dass Cannabinoide zu schweren Nebenwirkungen wie Psychosen oder Schizophrenien führen könnten.

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