Rechenzentren

Infektiöses Rezept: „Achtung Krätze“ Carolin Ciulli, 19.10.2018 09:40 Uhr

Berlin - Beschmierte oder demolierte Rezepte werden immer wieder in Apotheken vorgelegt. Können diese im HV irgendwie durch den Drucker manövriert werden, steht die nächste Hürde im Rechenzentrum an. Vor allem verklebte Verordnungen sind für die Hochleistungsscanner ein Problem. Sie müssen von den Mitarbeitern manuell eingepflegt werden – mitunter mit amüsanten Hinweisen aus der Offizin.

Beschädigte Verordnungen können die hochtechnisierten Abläufe in Rechenzentren stören. Beim Abrechner VSA gibt es eine Abteilung, die sich um auffällige Rezepte kümmert. „Sie müssen manchmal regelrecht zusammengepuzzelt werden“, sagt Carlos Thees, Fachbereichsleiter Vertrieb und Marketing. Von den rund 14 Millionen Rezepten pro Monat seien etwa eine Handvoll derart verschmiert oder verklebt, dass sie über die kleineren Scanner eingelesen werden müssten.

Das Münchener Rechenzentrum betreibt vier große Hochleistungsscanner. Rezeptabrechnung ist ein Massenprozess – stündlich werden rund 50.000 Belege gelesen. Zwei kleinere Scanner stehen für „unübliche“ Rezepte wie Verordnungen mit Maßkarten für Kompressionsstrümpfe oder andere Sonderbelege bereit. Dort landen verschmierte und zerknautschte Rezepte. Sie werden per Hand eingelesen und kontrolliert.

In der Regel seien verschmierte Rezepte auch verknittert, sagt Christine Kollin, die in der Produktionsleitung tätig ist. Bekleckerte Rezepte würden jedoch selten geliefert. Oft handele es sich um Kaffeeflecken. Einmal kam es vor, dass eine Apotheke eine Verordnung in einer Klarsichtfolie geschickt hatte – mit der Aufschrift: „Achtung Krätze“. „Das war aber eine absolute Ausnahme“, so Kollin.

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