Hochschulen

Pharmazie boomt

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Berlin -

1744 Abiturienten haben sich im Sommersemester auf Studienplätze in der Pharmazie beworben – 13,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Aber nur jeder Zweite konnte genommen werden. Denn die Zahl der Studienplätze wuchs nur um 0,9 Prozent auf 871. Insgesamt hat man im Sommersemester meist bessere Chancen, einen Studienplatz zu bekommen – allerdings immatrikulieren dann nicht alle Universitäten im Fach Pharmazie.

13 der insgesamt 22 Hochschulen mit Pharmazie-Studiengängen bieten auch die Immatrikulation zum Sommersemester an. Die meisten Plätze gibt es in Marburg und München, jeweils 95 Studenten konnten aufgenommen werden. In München sind das 21 mehr als im Vorjahr. „Die Lehrkapazität hat sich um zwei Professuren erhöht, weshalb sich nun natürlich die Zahl der Studienplätze erhöht hat“, erklärt ein Sprecher. Auch Frankfurt hat 20 neue Plätze geschaffen und im Sommersemester 87 Studenten angenommen. Ebenfalls viele Studenten nehmen Bonn (85), Braunschweig (69), Düsseldorf und Münster (je 68) und Greifswald (66).

Kiel hat im Vergleich zum Vorjahr 20 Plätze gestrichen und nur noch 60 Studenten genommen. Auch in Berlin gibt es in diesem Sommersemester zehn Plätze weniger, insgesamt konnten 55 Studenten immatrikuliert werden. Mainz nimmt 48 Studenten, Würzburg 45 und die Universität des Saarlands 30.

20 Prozent der Plätze werden an die Abiturbesten vergeben. Je nach Bundesland, in dem das Abitur erworben wurde, muss dieser Wert im Sommersemester zwischen 1,1 (Mecklenburg-Vorpommern) und 2,4 (Bremen) liegen. Im Wintersemester liegen sie etwas höher zwischen 1,1 und 1,6.

Weitere 20 Prozent der Studienplätze werden über die Wartezeit vergeben. Wer schon länger als fünf Semester wartete, kam in diesem Sommersemester zum Zug. Wer fünf Semester gewartet hat, brauchte noch eine Abinote von 2,4 oder besser. Im Wintersemester konnte jeder mit einer Wartezeit von zwei Semestern und einem Abitur von 1,6 oder mindestens drei Wartesemestern genommen werden.

Die übrigen Plätze werden von den Hochschulen selbst nach eigenen Auswahlverfahren vergeben. Ein großer Teil der Universitäten nutzt auch dafür einfach die Durchschnittsnote des Abiturs und überlässt die Auswahl der ZVS-Nachfolgeorganisation Hochschulstart. Eigene Verfahren gibt es etwa an der FU Berlin, in Frankfurt und Greifswald.

Andere Universitäten haben Durchschnittsnoten festgelegt, bis zu denen sie Studenten annehmen. In Bonn ist das 2,3, in Düsseldorf und Mainz 2,2, in Marburg 2,8 und in Münster 2,0. In Braunschweig werden die Noten in den einschlägigen Schulfächern berücksichtigt, genauso in Kiel und Saarbrücken. In München und Saarbrücken kann auch eine Berufsausbildung im pharmazeutischen Bereich angerechnet werden.

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