Drogen- und Suchtbericht

Hamburgerinnen trinken am meisten dpa/APOTHEKE ADHOC, 18.10.2018 13:07 Uhr

Berlin - Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, hat eine stärkere Vorbeugung gegen übermäßigen Konsum von Alkohol und neue Raucher-Produkte angemahnt.

Bei Elektrozigaretten oder Wasserpfeifen gebe es „einen klaren Aufwärtstrend – sowohl bei Jugendlichen als auch bei Erwachsenen“, sagte Mortler bei der Vorstellung des neuen Drogen- und Suchtberichts. „Auch Alkohol wird in Deutschland noch deutlich zu viel und vor allem viel zu gedankenlos getrunken.“ Dies gelte es zu ändern, denn für viele Menschen bedeute Alkohol ein echtes Problem. Die Zahl der Drogentoten in Deutschland sank im vergangenen Jahr erstmals seit längerem wieder leicht auf 1272, wie bereits zuvor mitgeteilt worden war. Hauptursache für einen Drogentod sind nach wie vor Überdosierungen von Opioiden wie Heroin und Morphin. Mit Sorge beobachten Fachleute zudem eine immer größere Palette neuer, meist synthetischer Wirkstoffe, die teils nur schwer zu analysieren sind.

Im vergangenen Jahr hatte Mortler vor der Verharmlosung von Cannabis gewarnt. Der Legalisierungsdruck steige, dem müsse man sich aber widersetzen. Die Verharmlosung von Cannabis sei inzwischen ein allgemeiner Trend und mit ein Grund, weshalb der Konsum der Droge in jüngster Zeit wieder angestiegen sei.

Weiterhin hat sie die landesweite Legalisierung von Marihuana in Kanada kritisiert. Dies sei „eine Kapitulation“ und ein Schritt in die falsche Richtung, sagte die CSU-Politikerin. Sie verwies darauf, dass Cannabis mit dem Stoff von vor 20 Jahren inzwischen nichts mehr gemein habe, sondern viel stärker geworden sei. Statt einer Legalisierung gehe es darum, früher mit Beratung anzusetzen. Mortler machte deutlich, dass sie in diesem Sinne nach dem Motto „Hilfe statt Sanktion“ in Gesprächen sei. Nähere Angaben zu möglichen neuen Lösungsansätzen machte sie vorerst nicht.

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