Tabakkonsum

Kinderärzte warnen vor E-Zigaretten APOTHEKE ADHOC, 26.04.2018 13:57 Uhr

Berlin - E-Zigaretten und Tabakvaporizer drängen auf den Markt, in Großbritannien werden bestimmte Produkte sogar zur Raucherentwöhnung in Betracht gezogen. Die Datenlage zu den Risiken ist spärlich und auch Erkenntnisse zur Entwicklung von Erkrankungen fehlen. Die Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin (GPA) warnt vor Anwendung dieser Produkte. Die Experten sehen eine Gefahr für Kinder und Jugendliche und befürchten, dass sie später auf normale Zigaretten umsteigen.

E-Zigaretten enthalten keinen Tabak, sondern ein flüssiges Gemisch (Liquid) aus Propylenglycol, Glycerin, Wasser, Lebensmittelaromen und optional Nikotin, das verdampft und eingeatmet wird. Im Unterschied zur Zigarette findet kein Verbrennungsprozess statt. Tabakvaporizer dagegen bestehen aus echtem Tabak, der erhitzt und nicht verbrannt wird. Von Herstellern finanzierten Studien zufolge sind im Dampf deutlich weniger schädliche Stoffe als im Zigarettenrauch. Das Suchtpotenzial bleibt jedoch das gleiche.

Tabakrauch ist insbesondere für Kinder und Jugendliche mit gesundheitsschädlichen Folgen verbunden, da sie im Vergleich zu Erwachsenen empfindliche und noch im Wachstum befindliche Atemwege und Lungen haben. Die Zahlen für jugendliche Raucher sind aktuell rückläufig. „Um dem dadurch bedingten Umsatzverlust entgegenzuwirken, bringt die Tabakindustrie jedoch seit längerem elektronische Zigaretten (E-Zigaretten) auf den Markt und in letzter Zeit wird zudem viel Werbung für sogenannte ‚rauchfreie Zigaretten‘ gemacht“, so die GPA.

Zur Rauchentwöhnung sei die E-Zigarette ungeeignet, wie die Ärzte mitteilen. Denn Benutzer waren im Rahmen eines strukturierten verhaltenstherapeutischen Gruppenprogramms nach Studienende signifikant seltener abstinent als Teilnehmer, die Nikotinpräparate beziehungsweise keine weiteren Hilfsmaßnahmen genutzt haben, wie aus einer Studie aus 2018 zu entnehmen ist.

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