Ermittlungen zur Todesursache

Apotheken-Bombe: Mutmaßlicher Erpresser gestorben

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Berlin -

Der mutmaßliche Erpresser des Paketdienstleisters DHL ist tot. Der 36-Jährige sei am 9. April gestorben, bestätigte ein Sprecher der Potsdamer Staatsanwaltschaft. Zuerst hatte die Online-Ausgabe der Bild-Zeitung darüber berichtet.

Nach der bereits im September vergangenen Jahres erhobenen Anklage der Staatsanwaltschaft soll der Mann zwischen September 2017 und Januar 2018 in Brandenburg und Berlin drei Paketbomben mit Drohschreiben und in fünf weiteren Fällen Erpresserschreiben verschickt haben.

Mann stellte sich selbst

Der Mann hatte sich Ende Mai vergangenen Jahres bei der Staatsanwaltschaft selbst gestellt. Knapp zwei Jahre lang hat die Polizei mit bis zu 50 Beamten nach einem Erpresser gesucht, der gefährliche Paketbomben verschickte. Der daraufhin erlassene Haftbefehl sei aber unter strengen Auflagen, an die sich der Beschuldigte gehalten habe, außer Vollzug gesetzt worden, berichtete der Sprecher. Das Todesermittlungsverfahren werde nun von der Staatsanwaltschaft Berlin geführt.

Am 1. Dezember 2017 war in der Königin Luise Apotheke am Rande des Potsdamer Weihnachtsmarkts eine Paketbombe entdeckt worden, in der sich eine Sprengvorrichtung und Nägel sowie ein Schreiben befanden. Darin wurde von DHL eine Millionensumme in Bitcoins gefordert. Verletzt wurde niemand. Bereits Anfang November 2017 war eine explosive Sendung im Postzentrum Frankfurt (Oder) eingegangen. Und im Januar 2018 tauchte ein Brief mit Spreng- und Brandvorrichtung in einer Commerzbank in Berlin Steglitz auf. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft handelte es sich dabei um eine Attrappe.

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