Neues Angebot für die Schweiz

Weleda will Rezepturen herstellen

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Berlin -

Der Kosmetik- und Pharmahersteller Weleda hat im vergangenen Jahr aufgrund von Investitionen weniger verdient. Der Gesamtumsatz blieb mit rund 425 Millionen Euro stabil. Einen Einbruch gab es jedoch bei dem Geschäft mit Arzneimitteln.

Weleda erwirtschafte 2021 einen Gesamtumstz von rund 425 Millionen Euro und lag damit ungefähr auf Vorjahresniveau (424 Millionen Euro). Die beiden Geschäftsbereiche Naturkosmetik und Pharma entwickelten sich unterschiedlich. Während der Gesamtumsatz der Naturkosmetik im Vergleich zum Vorjahr um rund 3 Prozent zulegte, verringerte sich der Arzneimittelumsatz um 10 Prozent. Einige Länder hätten sich in dieser Sparte erholt, während der französische Markt etwa weiter unter dem Wegfall der Erstattung homöopathischer und anthroposophischer Arzneimittel durch die Krankenkassen litt.

Das Betriebsergebnis 2021 lag mit 13 Millionen Euro unter dem Vorjahr (22 Millionen Euro). Dies lag hauptsächlich an Investitionen in den Markt, höheren Abschreibungen durch Modernisierung und Ausbau der Produktionsanlagen sowie Herausforderungen in der Arzneimittelsparte. Bedingt durch geringere Wechselkursverluste und geringere Steueraufwendungen nahm das konsolidierte Jahresergebnis in Höhe von 7 Millionen Euro gegenüber 2020 (8 Millionen Euro) nur leicht ab.

Neues Logistikzentrum in Schwäbisch Gmünd

Zu den wichtigsten Projekten für die nächsten Jahre zählen laut Unternehmensangaben die Erneuerung der Infrastruktur unter anderem mit einem neuen Logistikcampus in Deutschland am Standort Schwäbisch Gmünd sowie der Modernisierung und dem Ausbau der Produktionsanlagen am Schweizer Standort. Investitionen in die IT-Infrastruktur sowie in Forschung und Entwicklung sowohl für die Naturkosmetik als auch verstärkt für pharmazeutische Produkte.

Neue Tochterfirma gegründet

In der Schweiz wurde die Weleda HealthCare AG gegründet. Die 100-prozentige Tochtergesellschaft stellt Rezepturen von anthroposophischen Arzneimitteln her. Ziel sei ein breites Sortiment an Arzneimitteln, um zukünftig besser auf die Bedürfnisse von Patient:innen eingehen zu können. Die neue Gesellschaft ist Teil der Strategie des Unternehmens, den Geschäftsbereich Pharma in eine erfolgreiche Zukunft zu führen.

In Deutschland kann Weleda selbst keine Rezepturen herstellen; hier fertigt die „Apotheke an der Weleda“ seit über zehn Jahren anthroposophische Rezepturarzneimittel an. Sie wird von einer selbständigen Apothekerin und ihrem Team betrieben und ist im Unterschied zur Healthcare AG eine ganz normale öffentliche Apotheke für sämtliche schulmedizinischen Arzneimittel sowie einem Schwerpunkt auf Naturmedizin und Homöopathie.

Ein weiteres Projekt für das laufende Jahr sei die Kampagne „Schütze die Haut der Erde“. Damit solle über die Bedeutung und die weltweite Bedrohung gesunder Böden informiert werden. In Deutschland, Österreich und der Schweiz kooperiert Weleda dafür mit der Bio-Stiftung Schweiz und deren Bodenfruchtbarkeitsfonds. Über eine Million Quadratmeter Ackerfläche konnte dadurch bisher für die regenerativen Landwirtschaft gewonnen werden. Insgesamt fördert Weleda im Jahr 2022 weltweit Projekte der regenerativen Landwirtschaft mit 400.000 Euro.

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