Onlinehandel

Versender zittern vor Abmahn-Anwälten Silvia Meixner, 30.11.2017 07:59 Uhr

Berlin - Die Gesetze des Online-Handels sind unerbittlich. Abmahnungen gehören da fast zum Tagesgeschäft. In den vergangenen zwölf Monaten ist jeder zweite deutsche Shop-Betreiber mindestens einmal abgemahnt worden. Viele Händler fühlen sich in ihrer Existenz bedroht.

Im Rahmen der Studie „Abmahnungen im Online-Handel“ hat Trusted Shops die Abmahnungen unter die Lupe genommen. Ergebnis: Im Vergleich zum Vorjahr hat die Zahl der unerfreulichen Briefe bundesweit um rund 4 Prozent zugenommen. An der Studie nahmen 1530 Online-Händler teil.

Flattert ein Brief eines fremden Anwalts ins Haus, kann es teuer werden: Im Durchschnitt sind pro abgemahntem Vergehen nämlich 1300 Euro fällig. Das ist aber nur der Anfang, quasi die „Grundgebühr“, die der gegnerische Anwalt in Rechnung stellt. Bei den Studienteilnehmern wurden durchschnittlich rund 4700 Euro fällig. Ausschlaggebend für dieses Ergebnis ist der Umstand, dass einige der Online-Händler bereits mehrfach abgemahnt wurden. In der Studie gaben 51 der Befragten an, dass sie die derzeit übliche Abmahnpraxis denn auch für „akut existenzgefährdend“ halten.

Immer wieder gibt es Kritik und Abmahnungen an den Vorgehensweisen von Online-Versandapotheken. Kunden und nicht zuletzt Kollegen schauen sehr genau hin, wie die Ware im Internet angepriesen wird. Ein Beispiel aus dem vergangenen April: Die Verbraucherzentrale Sachsen mahnte eine Leipziger Apothekerin wegen unzulässiger Gesundheitsversprechen im Zusammenhang mit der Werbung für Kurkuma

APOTHEKE ADHOC Debatte