Wenn Amazon zur Apotheke wird

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Berlin -

Bei Amazon kann man so ziemlich alles kaufen, auch Arzneimittel. Zwar verbietet das Apothekenrecht dem Online-Versandhändler, selbst Medikamente anzubieten, doch die Shops vieler Versandapotheken sind längst integriert. Außerhalb der Apothekenpflicht zeigt Amazon schon heute, dass der Konzern ein Auge auf den Markt geworfen hat.

Für Waren des täglichen Bedarfs bietet Amazon als Services ein „Spar-Abo“: Der Nutzer erhält 5 Prozent Rabatt, wenn er dasselbe Produkt in bestimmten Intervallen automatisch beim Versandhaus ordert. 15 Prozent Rabatt bekommt, wer mindestens fünf Spar-Abos zu einem Liefertermin an dieselbe Adresse einrichtet.

Das Angebot gibt es nicht nur für Shampoo oder Zahncreme, sondern auch für Blutzucker-Teststreifen. Seit die Kassen diese für Typ-2-Diabetiker, die kein Insulin spritzen müssen, nicht mehr erstatten, ist der Selbstzahler-Markt hart umkämpft. Bei Amazon gibt es 50 Teststreifen von Accu-Chek Aviva im Spar-Abo für 23,67 Euro. Das ist im Wettbewerb ein ziemlich harter Preis. Versandkostenfrei liefert Amazon ab 29 Euro.

Der Kunde kann je nach Produkt vorgegebene Bestellmengen wählen, im Fall der Teststreifen eine bis 30 Packungen. Auch das Lieferintervall kann bestimmt werden: Auf der Skala von monatlich bis halbjährlich schlägt Amazon für dieses Produkt jeden zweiten Monat als „häufigste Wahl“ vor. „Verkauf und Versand durch Amazon. Geschenkverpackung verfügbar.“

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