Dermapharm

Schickeriapharm Patrick Hollstein, 27.11.2017 10:39 Uhr

Berlin - Wenn man sich Wilhelm Beier nähern will, kommt man besser als Promireporter und nicht als Fachjournalist. Denn so bekannt der „Willi“ in der Münchner Schickeria ist, so wenig weiß man über ihn in der Pharmabranche. Und das, obwohl er mit Dermapharm einen der größten deutschen Pharmahersteller aufgebaut hat.

Willi Beier, das ist der Pharmamilliardär, der im Hochhaus „The Seven” das teuerste Penthouse von ganz München bewohnt. Der in seinem schlossartigen Anwesen in Kitzbühel spektakuläre Silvesterpartys veranstaltet und im Sommer mit seiner Segelyacht schonmal zu einer Promihochzeit im Mittelmeer kreuzt. Der mit Boris Becker befreundet ist, obwohl sich die Freundinnen Lilly und Cindy vor einiger Zeit in die Haare bekamen. Der auf keiner Münchner Promigala fehlen darf.

In der Pharmabranche ist Beier dagegen ein Phantom. Dass alles mit einem Lampengeschäft in der heimischen Garage begann, erzählen sich die Mitarbeiter eine Zeitlang auf den Fluren. Dass er einmal eine Disko beim Pokern gewann, lautet ein weiterer Mythos. Und dass er auch schon einmal Schiffbruch erlitten hat. Gerüchte wie diese machen schnell die Runde, wenn man ansonsten wenig zu berichten weiß.

Verbürgt ist, dass Beier – Jahrgang 1956, aus Bad Münstereifel nahe Euskirchen stammend – seine Karriere im Außendienst von Ratiopharm beginnt. Obwohl damals noch ganze Hundertschaften für den Konzern ausschwärmen, wird man in Ulm schnell auf sein Talent aufmerksam. Beier wird Regionalleiter.

Ende der 1980er Jahre wechselt Beier zum Konkurrenten Centrafarm, der kurz darauf unter dem Namen Dorsch auftritt und nach Gräfelfing bei München zieht. Als der belgische Mutterkonzern das Interesse am deutschen Markt verliert, kommt 1992 Beiers große Chan

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