Neues Zuhause für Truw

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Berlin - Der Pharmadienstleister Med Pharma Service ist als ehemalige Betriebsstätte von Novartis auch 20 Jahre nach dem Buy-Out noch abhängig vom Konzern. Durch Produktzukäufe wollen die Geschäftsführer das Unternehmen unabhängiger machen. Anfang 2017 übernahm Med Pharma Service die komplette Produktpalette von Truw. Die Unternehmen hatten zuvor bereits mehrere Jahre zusammen gearbeitet.

Med Pharma Service produzierte die Neda Früchtewürfel, die Truw 2012 von Novartis übernommen hatte. Zuvor hatte der Dienstleister das Präparat jahrelang für Novartis hergestellt. Als Truw-Geschäftsführer Martin Steiner die rund 30 Produkte rund um Diabet-Truw 2016 verkaufen wollte, schlug Med Pharma Service zu. „Endlich ist das Produkt da, wo es hingehört“, freut sich Geschäftsführer Andreas Thenn.

Mit den Präparaten übernahm Med Pharma Service auch die Strukturen von Truw. So wurden die Lohnhersteller zunächst beibehalten. Bald sollen die ersten Produkte aber am Firmensitz in Berlin hergestellt werden, wofür das Produktionsgebäude ausgebaut wird. Für die homöopathischen Präparate werden gerade die Zulassungsunterlagen auf dem neuesten Stand gebracht. Rapako comp, Ortritruw Tropfen, Truw Gold Herztabletten und Original-Tinktur N Truw sind deshalb nicht verfügbar. Mitte des Jahres sollen sie wieder erhältlich sein. „Wir wollen kein Produkt verlieren“, sagt Thenn.

Die Marke solle erhalten bleiben, weshalb sich Med Pharma Service als Hersteller im Hintergrund hält. Mit dem Marketing hat man sich bisher ebenfalls zurückgehalten, nu einige Anzeigen wurden geschaltet. Neue Konzepte werden gerade ausgearbeitet.

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