Riemser: Profi in der Nische

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Berlin - Fünf Jahre ist es her, dass der Hersteller Riemser von der Investmentgesellschaft Ardian übernommen wurde. Seitdem hat sich das Unternehmen auf sein Kerngeschäft fokussiert, es gab verschiedene Zu- und Verkäufe. Firmenchef Konstantin von Alvensleben ist überzeugt, dass auch ein potenzieller neuer Eigentümer Spaß am Geschäft in der Nische haben würde.

Gerüchte über einen möglichen Verkauf von Riemser halten sich seit rund einem Jahr hartnäckig. Erst kürzlich berichtete Bloomberg mit Bezug auf anonyme Quellen, dass die Investmentbanken Rothschild und Jefferies damit beauftragt seien, einen Verkauf zu prüfen. Bis zu 500 Millionen Euro könnten laut Bloomberg für einen Deal zusammenkommen. Riemser und Ardian wollten sich auf Anfrage nicht zu den Gerüchten äußern.

Seit 2012 ist hinter den Kulissen viel passiert: Der Firmensitz wurde von Riems nach Greifswald aufs Festland verlegt, Marketing und Vertrieb wurden in Berlin untergebracht. Das Geschäft wurde auf Spezialpharmazeutika fokussiert, dort gab es entsprechende Zukäufe. Margenschwache Randaktivitäten wurden dagegen samt Belegschaft veräußert, von ursprünglich mehr als 500 sind noch 200 Mitarbeiter übrig.

Verkauft wurden etwa die Veterinärsparte und das Dentalgeschäft. Die Beteiligung am schweizerischen Hersteller Anwerina wurde ebenso veräußert wie der Großteil der Produktionsstandorte. Letzteres führte 2014 vorübergehend zu Lieferengpässen. Ein gutes Händchen bewies das Management bei den Medizinprodukten: So wurden Bite away und Herpotherm erfolgreich neu positioniert und gewinnbringend an Dermapharm verkauft

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