Sanofi: Nur noch „ergänzende“ Übernahmen

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Berlin - Nach milliardenschweren Zukäufen in diesem Jahr will der Pharmakonzern Sanofi nur noch Ausschau nach ergänzenden Übernahmen halten. Große Deals wie ein Angebot für die vom US-Konzern Pfizer zum Verkauf gestellte OTC-Sparte schloss Sanofi-Chef Olivier Brandicourt in einen Interview der Nachrichtenagentur Bloomberg dagegen aus.

Sanofi werde bei seinen künftigen Übernahmegeschäften „sehr diszipliniert“ vorgehen und sich dabei auf die Therapiefelder Diabetes, Onkologie und seltene Krankheiten konzentrieren, sagte der Konzernlenker.

Sanofi kämpft in seinem wichtigen Geschäftsfeld Diabetes mit zunehmender Konkurrenz. Anbieter von Generika des Insulins Lantus nehmen dem Konzern vor allem in den USA Umsätze weg. Daher hat sich Sanofi laut Brandicourt entschieden, mit einer breiteren Aufstellung gegensteuern. Hierfür hat der Konzern die ursprünglich üppig mit rund 20 Milliarden Euro gefüllte Kriegskasse in diesem Jahr zwar bereits reichlich angezapft, aber noch nicht ausgeschöpft. Das lasse dem Konzern Spielraum, sollte er die Gelegenheit für Zukäufe bekommen.

Für zusammengenommen rund 14 Milliarden Euro kauften die Franzosen zu Jahresbeginn den belgischen Antikörperspezialisten Ablynx und das US-Biotechunternehmen Bioverativ, um sich ein neues Standbein im Bereich seltener Bluterkrankungen zu schaffen. Dank der Übernahmen rechnen die Franzosen deshalb mit dem Beginn einer neuen Wachstumsphase bereits ab dem zweiten Halbjahr 2018.

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