Thomapyrin Tension Duo

Sanofi muss Elac-eLearning vorzeitig beenden APOTHEKE ADHOC, 18.02.2019 08:03 Uhr

Berlin - Sanofi steht vor der nächsten wettbewerbsrechtlichen Auseinandersetzung. Betroffen ist Thomapyrin Tension Duo (Ibuprofen/Coffein). Allerdings ist für das Schmerzmittel kein Rückruf zu befürchten. Sanofi musste lediglich seinen eLearning-Kurs vorzeitig beenden.

In einer Mail teilt Dr. Martin Bade, Chef der Firma Retail Tools Neuss (RTN), den Guten-Tag-Apotheken mit, dass der Kurs zu Thomapyrin Tension Duo, der eigentlich bis zum 10. März laufen sollte, frühzeitig beendet werden müsse. „Aufgrund einer wettbewerbsrechtlichen Auseinandersetzung bezüglich an Fachkreise adressierte Werbeaussagen zu Thomapyrin Tension Duo ist es Sanofi einstweilig untersagt, mit bestimmten Angaben zu werben“, bestätigt eine Konzernsprecherin. Das Arzneimittel darf jedoch weiter abgegeben werden. Eine Neuauflage des Videos wird es dem Vernehmen nach nicht geben.

Im Wesentlichen geht es um drei Passagen des Videos. Tabu sind die Äußerungen „im Alltag schneller als Ibuprofen-Lysinat“, „genauso gut verträglich wie Ibuprofen-Lysinat“ und „sicher weniger Schmerzmittel nötig“.

Thomapyrin Tension Duo ist die erste Ibuprofen-Coffein-Kombination auf dem deutschen Markt. Im zweiten Anlauf wurde die Fixkombination aus 400 mg Ibuprofen und 100 mg Coffein aus der Verschreibungspflicht entlassen. Der OTC-Switch wurde für die orale Anwendung zur Behandlung von akuten, mäßig starken Schmerzen bei Erwachsenen beschlossen. Eine Studie bestätigt dem Arzneimittel einen schnelleren Wirkeintritt als Ibuprofen. „Thomapyrin Tension Duo kommt unter Alltagsbedingungen, das heißt auf nicht nüchternen Magen, 23 Minuten schneller im Blut an als sein Einzelwirkstoff Ibuprofen“, so das Ergebnis.

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