Kleinlieferanten vor dem Aus?

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Der Großhandelsverband Phagro kritisierte schon im Mai „strengstmögliche und teilweise unangemessene Anforderungen“ der Behörden. Unterstützung bekamen die Großhändler von den Pharmaverbänden BAH, BPI, VFA und Pro Generika. In einem gemeinsamen Protestpapier machten die Hersteller und Großhändler deutlich, dass kurzzeitige Temperaturabweichungen beim Transport in den meisten Fällen „keinen wahrnehmbaren negativen Einfluss auf die Produktqualität“ haben. Entscheidend seien einerseits die mittlere kinetische Temperatur (MKT) und andererseits bestimmte Grenzwerte.

Auf der Strecke bleiben werden nach Ansicht von Branchenkennern die als Kleinstunternehmer tätigen selbstständigen Auslieferer. Bereits im vergangenen Sommer gab es Klagen über drastisch gestiegene Anforderungen an die Fahrzeuge. Die PKW-Scheiben sollten mit Thermo-Folie abgedunkelt und eine Zwischenwand zwischen Fahrer- und Transportbereich eingezogen werden. Für viele selbständige Lieferanten werden diese Kosten nicht zu stemmen sei.

„Den Frührentner, der morgens zunächst die Blumen vom Großmarkt an die Floristen und dann Arzneimittel an die Apotheken ausliefert, wird es bald nicht mehr geben“, mutmaßt ein Branchenkenner. „Es wird eine Marktbereinigung und Professionalisierung geben. Der Privat-VW Golf als Lieferfahrzeug hat ausgedient.“

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