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Pharma-SGP: Knapp an der Börse

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Berlin -

Der Münchner OTC-Hersteller PharmaSGP hat den Sprung aufs Börsenparkett gerade so geschafft. Der Ausgabepreis für die Aktien sei auf 31,50 Euro je Anteilschein festgelegt worden, teilte das Unternehmen am späten Donnerstagabend mit. Das ist das untere Ende der Preisspanne, die bis 36,50 Euro reichte.

Am Mittwoch hatte das Unternehmen bereits das Volumen des Börsengangs deutlich auf rund vier Millionen Aktien reduziert. Diese wurden nun alle verkauft. Der Streubesitz liegt demnach bei 33,5 Prozent; ursprünglich wollten die Firmengründer Dr. Clemens Fischer und Madlena Hohlefelder 80,5 Prozent ihrer Anteile verkaufen, um andere Projekte zu finanzieren. Der erste Handelstag im im regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse soll dieser Freitag sein.

Dennoch ist die Transaktion ein Erfolg: Bei einem Umsatz von knapp 63 Millionen Euro wird PharmaSGP mit 378 Millionen Euro bewertet – mit einem Verkauf wären die Gründer womöglich nicht besser gefahren. Zum Vergleich: Dermapharm kam vor zwei Jahren mit rund 450 Millionen Euro auf eine Bewertung von knapp 1,5 Milliarden Euro. Allerdings floss hier knapp ein Viertel des Erlöses dem Unternehmen zu. Allerdings stellt Dermapharm überwiegend Generika her; ein größerer Teil des Umsatzes entfällt außerdem auf Reimporte – beide Segmente sind deutlich weniger margenstark als das Portfolio von PharmaSGP. Assets wie dem Produktionsstandort in Brehna standen in der Bilanz entsprechende Finanzverbindlichkeiten gegenüber; beides gibt es bei PharmaSGP nicht.

Im abgelaufenen Jahr hatte PharmaSGP früheren Angaben zufolge einen Umsatz von 62,6 Millionen Euro erzielt, wovon 35,8 Prozent als Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) übrig blieben. Im ersten Quartal 2020, das von der Coronavirus-Pandemie geprägt war, stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um gut 11 Prozent auf 16,7 Millionen Euro. Das Ebit legte um gut 13 Prozent auf 4,3 Millionen Euro zu.

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