Börsengang

PharmaSGP: Kapital für seltene Krankheiten APOTHEKE ADHOC, 05.06.2020 14:17 Uhr

Berlin - PharmaSGP sieht sich in der Lage, mit den ganz Großen mitzuspielen: Der vergangene Woche angekündigte Börsengang sei möglich, weil das Unternehmen nun den nötigen „Reifegrad“ erreicht habe, erklären CEO Natalie Weigand und Finanzchef Michael Rudolf. Kurzfristig am Kapitalmarkt Geld beschaffen will sich PharmaSGP nicht – das geplante organische Wachstum soll voll aus eigenen Mitteln finanziert werden.

„Die Gründer und Eigentümer Clemens Fischer und Madlena Hohlefelder wollen die Erlöse in den Aufbau des neuen Futrue-Unternehmensbereichs Orphan Diseases investieren“, sagt Rudolf. PharmaSGP wiederum eröffnet sich mit dem Börsengang Zugang zum Kapitalmarkt. Seit dem vergangenen Jahr arbeitete das Unternehmen an dem Schritt. „Der Prozess, ein börsennotiertes Unternehmen zu werden, ist ein Kraftakt, der aber sehr viel Spaß macht.“ Das dürfte vor allem so sein, weil das Unternehmen sich als gut aufgestellt sieht. „Gespräche mit möglichen Investoren, haben uns ermutigt, den Prozess weiter voranzutreiben“, erklärt Weigand. „Wichtig ist dabei, dass wir möglichen Investoren zeigen, dass wir schneller wachsen können als der Markt allgemein.“ In der Coronakrise sei das nochmal bestätigt worden. „Wir sind auch in der aktuellen Situation mit unserem Geschäftsmodell sehr stabil.“

Die meisten Investoren nehmen bekanntlich kein Blatt vor dem Mund, wenn sie aktuelle Lage und Zukunftsaussichten einschätzen müssen. Genau da sieht Weigand das Pfund, mit dem PharmaSGP wuchern kann: „Mit unserem Portfolio treffen wir genau den Nerv der Zeit. Insbesondere chemiefreie Naturarzneimittel haben auf dem Markt sehr gute Perspektiven.“ Finanzchef Rudolf hebt hingegen vor allem auf die Bücher ab. „Unser Umsatz ist mit über 60 Millionen Euro mittlerweile in einem Bereich, der einen solchen Schritt ermöglicht und uns auch am internationalen Kapitalmarkt zu einem interessanten Investment machen kann.“

Dabei muss PharmaSGP sich denselben Spielregeln unterwerfen wie die Mitbewerber. „Operativ ändert sich durch den Börsengang erst einmal nicht viel, auch auf der Produktseite werden wir unsere Strategie wie gehabt weiterverfolgen“, sagt Rudolf. „Aber der Einfluss der Investoren wird natürlich größer werden und der Einfluss der bisherigen Eigentümer abnehmen. Nichtsdestoweniger werden die bisherigen Eigentümer weiter dabei sein.“ Mindestens 50 Prozent solle der Streubesitz betragen.

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