OTC-Hersteller

Mylan: Deutschland ist Schlüsselmarkt Patrick Hollstein, 06.06.2018 12:04 Uhr

Amsterdam - Seit der Übernahme von Meda ist Mylan hierzulande viel mit sich selbst beschäftigt. Bei der Belegschaft in der Zentrale ist der Unmut über die mangelnde Information nicht zu überhören, auch der Außendienst ächzt unter andauernden Umstrukturierungen und fehlender Linie. Doch jetzt stellte Konzernchefin Heather Bresch klar: Deutschland ist ein Schlüsselmarkt, was das OTC-Geschäft angeht.

Die vergangenen Jahre waren für Mylan auf globaler Ebene entscheidend. 2015 wollte Teva den Konkurrenten für mehr als 40 Milliarden US-Dollar übernehmen. Mylan legte den Vorwärtsgang ein und bot mehr als 30 Milliarden Dollar für Perrigo. Keiner der beiden Deals kam zustande, stattdessen übernahm Mylan ein Jahr später den schwedischen Hersteller Meda, der sich gerade erst Rottapharm/Madaus einverleibt hatte.

Damit hatte Mylan erstmals in deutschen Apotheken einen Zugang zur Sichtwahl; seit der Übernahme von Dura, der Generikasparte von Merck, war der US-Konzern mit steuerlichem Hauptsitz in den Niederlanden nur als Generikahersteller bekannt. Dazu kamen einige wenige Markenprodukte wie Kreon, die Mylan 2014 mit Abbott übernommen hatte.

Doch die erwartete OTC-Offensive mit Produkten wie CB12, Salviagalen/Salviathymol und Kamillosan ist bislang ausgeblieben. Allzu sehr ist der Konzern mit sich selbst beschäftigt. Nach wie vor scheint die Integration nicht abgeschlossen. Zwar wurden die Geschäftsbereiche zügig unter einheitliche Leitung gestellt und auch Abteilungen in der ehemaligen Meda-Zentrale in Bad Homburg zusammengelegt. Doch nach wie vor gibt es auch die früheren Standorte von Mylan in Darmstadt und Abbott in Hannover.

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